Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/microsoft-xbox-series-x-und-der-externe-speicher-2003-147304.html    Veröffentlicht: 17.03.2020 17:41    Kurz-URL: https://glm.io/147304

Microsoft

Xbox Series X und der externe Speicher

Schnelle Steckkarten-SSDs sollen Platzprobleme auf der Xbox Series X vermeiden. Alte externe Festplatten sollten Spieler aber noch nicht entsorgen.

Ein Terabyte klingt erst einmal nach ausreichend Platz: So groß ist die 2,4 GByte/s schnelle NVMe/PCIe-Gen4-SSD in der Xbox Series X nach Angaben von Microsoft. Wer viele Games herunterlädt und zusätzlichen Speicher benötigt, hat mehrere Möglichkeiten. Eine größere SSD gehört allerdings noch nicht zu den Optionen, jedenfalls hat der Hersteller bislang keine entsprechenden Pläne offenbart.

Die einfachste, aber wohl auch teuerste Alternative: Spieler können eine von Microsoft zusammen mit Seagate hergestellte externe SSD über eine proprietäre Schnittstelle verwenden. Die wird es zunächst nur mit einer Größe von 1 Terabyte geben. Einen Preis nannte Microsoft noch nicht, er dürfte vermutlich bei über 100 Euro liegen.

Diese externe SSD "entspricht exakt dem internen Speicher", schreibt Microsoft. Sehr wahrscheinlich gilt das für alle Spezifikationen, also für das Platzangebot und die Geschwindigkeit - ganz sicher ist das aber nicht. Klar ist: Wer auf der Xbox Series X ein Spiel verwenden möchte, das für diese Konsole programmiert oder angepasst wurde, muss dafür bei der Verwendung von externem Speicher die Steckkarten-SSD nutzen.

Trotzdem haben andere Massenspeicher nicht ausgedient. Eine externe Festplatte oder SSD lässt sich über die USB-3.2-Schnittstelle der Xbox Series X anschließen und verwenden. Damit können dann allerdings nur Games genutzt werden, die für die Xbox One gedacht sind - aber eben ohne Anpassungen für die Series X.

Ebenfalls spielbar sind Titel im Rahmen der Abwärtskompatibilität, also alle Klassiker von der Xbox 360 oder der ersten Xbox. Außerdem können Festplatten als Backup für Series-X-Titel verwendet werden. Dafür müssen sie aber zuerst auf die neueren Datenträger kopiert werden.

Das Besondere bei den neuen SSDs ist nicht allein ihre hohe Basisgeschwindigkeit. Sie verfügen laut Digital Foundry auch über einen 100 GByte großen Spezialbereich, von dem aus Spieledaten besonders schnell an die GPU und die CPU geschickt werden können - das läuft über einen Teilbereich von DirectX namens DirectStorage.

Dazu kommt ein Controller, der vor allem Texturen dekomprimieren und mit über 6 GByte/s der GPU zur Verfügung stellen kann. Das ganze System trägt bei Microsoft die Bezeichnung Velocity Architecture. Es ist nicht nur für die Xbox Series X gedacht, sondern soll später auch in Windows 10 integriert werden.  (ps)


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