Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/proliant-gen10-hpe-vermietet-seinen-microserver-mit-intel-cpu-2003-147241.html    Veröffentlicht: 13.03.2020 16:51    Kurz-URL: https://glm.io/147241

Proliant Gen10

HPE vermietet seinen Microserver mit Intel-CPU

Der HPE ProLiant MicroServer Gen10 Plus soll "etwa so viel wie ein Streaming-Abo" kosten, verspricht der Hersteller in seiner Ankündigung.

HPE bietet seinen Proliant Microserver Gen10 künftig auch zu einem monatlichen Preis an. Für 20 Euro im Monat stellt der Hersteller das Gerät zur Verfügung. Darin enthalten ist die Hardware mit Intel-Prozessor. Es sollen Pentium- oder Xeon-Modelle zur Verfügung stehen. Der übliche Kaufpreis für den Server liegt laut HPE bei etwa 520 Euro. Das ist auch der Preis, den der Konzern im eigenen Onlineshop aufruft.

Der Microserver Gen10 soll auf relativ wenig Energiebedarf ausgelegt sein. Unabhängig von der Ausstattung ist er für 180 Watt ausgelegt. Neben Xeon E-2224 oder Pentium G5420 sind zudem 8 oder 16 GByte RAM vorinstalliert. Der Server hat Platz für maximal vier Laufwerke, die allerdings nicht Hot-Swap-fähig sind.

Der Microserver ist für HPEs Tool Infosight ausgelegt. Dieses soll ein KI-Management-Tool sein, das die Sensordaten des Produktes in Intervallen ausliest und selbstständig auswertet. Bei einem kritischen Fehler werden Administratoren so gewarnt. Das kann der Ausfall eines Laufwerkes oder der Absturz eines Dienstes sein, der auf dem Gerät läuft. Außerdem sollen Kunden den Server von überall aus fernwarten können. Dafür stellt HPE Integrated Lights Out 5 zur Verfügung.

Skalierbarkeit der Server

Bei einem monatlichen Preis von 20 Euro könnte sich der Server für kleine Unternehmen lohnen, welche die Hardware bei sich aufstellen möchten, dafür aber initial nicht mehr als 500 Euro ausgeben möchten. Rein rechnerisch ließe sich das System 26 Monate oder etwas mehr als zwei Jahre so betreiben, ohne dass der Mietpreis den Kaufpreis übersteigt. Der Mietpreis ermöglicht auch eine relativ effiziente Skalierung der eigenen Infrastruktur, sollte ein Server nicht ausreichend sein.

Einige Unternehmen behalten ihre Server wesentlich länger als für diese Zeit, vor allem, da die Hardware des Proliant sich eher für kleinere virtuelle Maschinen oder Dienste eignet und ein ständiges Hardware-Upgrade dann nicht notwendig sein sollte.

 (on)


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