Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/free-hidrive-strato-stellt-kostenlosen-cloud-speicher-ein-2003-147237.html    Veröffentlicht: 13.03.2020 14:34    Kurz-URL: https://glm.io/147237

Free Hidrive

Strato stellt kostenlosen Cloud-Speicher ein

Viele Nutzer hätten das kostenfreie Angebot sowieso nicht mehr genutzt, meint Strato. Ende April 2020 ist Schluss.

Der Webhoster Strato hat den kostenlosen Cloud-Dienst Free Hidrive eingestellt. Das teilt das Unternehmen Kunden wohl derzeit per E-Mail mit. So wurden etwa die Redakteure von Mobiflip und Caschy's Blog darüber benachrichtigt. "Die Erwartungen unserer Kunden an Hidrive haben sich in den letzten Jahren erhöht", heißt es dort. Der Dienst werde einfach nicht mehr oft genutzt und Nutzer wechselten auf kostenpflichtige Versionen des Cloud-Speichers.

Aus diesen Gründen kündigt Strato allen Kunden, die den kostenlosen Dienst verwenden. Sie haben laut der Benachrichtigung noch bis zum 30. April 2020 Zeit, um Daten von ihren Cloud-Laufwerken herunterzuladen und abzusichern. Danach werden sämtliche verbliebenen Daten gelöscht und der Zugang gesperrt.

Cloud in Deutschland

Auf der Produktseite wird Hidrive mittlerweile gar nicht mehr als kostenlose Alternative angeboten. Stattdessen können die Produkte Hidrive 250 GB und Hidrive 1 TB einen Monat lang getestet werden. Die günstigere Version für 2,50 Euro pro Monat bietet 250 GByte Speicher für einen Nutzer. Für 10 Euro pro Monat können sich maximal 3 Nutzer 1 TByte Speicherplatz teilen. Hidrive integriert eine mobile und eine Desktop-Applikation, mit der gespeicherte Daten verwaltet werden können. Auch ist das System mit Amazons Sprachassistentin Alexa als separater Skill kompatibel. Strato gibt an, Daten zu 100 Prozent innerhalb Deutschlands zu speichern.

Andere Unternehmen bieten weiterhin kostenlosen Cloud-Speicher an. So gibt es beispielsweise Microsoft Onedrive, das 5 GByte pro Microsoft-Konto zur Verfügung stellt. Auch Google ermöglicht Nutzern das Speichern von maximal 15 GByte in der Cloud, ohne weiteres Geld zu verlangen. Beide Anbieter garantieren allerdings nicht, Daten nur innerhalb Deutschlands zu lagern.

 (on)


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