Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/shadow-cloud-gaming-mit-virtual-reality-headset-2003-147226.html    Veröffentlicht: 13.03.2020 10:22    Kurz-URL: https://glm.io/147226

Shadow

Cloud-Gaming mit Virtual-Reality-Headset

Der Cloud-Gaming-Dienst Shadow wird einer der ersten sein, der VR über das Internet streamt. Außerdem sollen die Kosten für das Abo gesenkt werden.

Der Cloud-Gaming-Anbieter will anscheinend seine Preise weiter senken. In den USA soll der Dienst künftig 12 US-Dollar statt 25 US-Dollar kosten. Diese Preise liegen etwas unter dem derzeitigen Angebot in Europa, wo der Dienst ab 15 Euro zu haben ist. Es ist nicht ganz klar, ob auch in europäischen Rechenzentren eine Preissenkung stattfinden wird, schließlich wurden die Kosten bereits 2019 schon einmal gesenkt. In einem Video kündigt das französische Unternehmen zudem an, bald Virtual-Reality-Gaming aus der Cloud heraus anzubieten. Die Beta soll zunächst ab Sommer 2020 in den USA starten.

Für VR-Cloud-Gaming müsste der Streamingdienst das übertragene Bild in ein stereokopisches 3D-Pendant umwandeln. Die Halbbilder kann eine VR-Brille nutzen, um sie auf je ein Display für das linke und rechte Auge zu projizieren. Ein Problem bei VR ist bereits bei lokaler Hardware, dass Ruckeln und Latenzen zu Schwindelgefühlen und Übelkeit führen können. Shadow wird in der Cloud gehostet und kann daher einen Eingabelag nicht verhindern, was die Bildverzögerung folglich verstärkt.

Geforce RTX 2080 für VR

Ein VR-System benötigt zudem eine relativ potente Hardwarebasis, die Shadow allerdings liefern könnte. In einer virtuellen Maschine läuft etwa das Äquivalent der Geforce RTX 2080. Die Streamingqualität ist mit 4K zudem ausreichend hoch, um zwei vergleichsweise hochauflösende Halbbilder darzustellen. Die Anforderung an die Infrastruktur sollte gegeben sein.

Shadow wird hierzulande gerade überarbeitet. Der Entwickler Blade Group bereitet sich mit drei verschiedenen Aboversionen auf einen Launch in Europa vor. Das Produkt kostet ab 15 Euro. Es gibt aber auch Varianten für 30 Euro und 50 Euro monatlich. Dort wird dem virtuellen Windows-10-Rechner jeweils mehr Arbeitsspeicher, Massenspeicher und eine schnellere Grafikkarte zugewiesen.

 (on)


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