Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/coronavirus-alphabet-empfiehlt-einem-grossteil-der-mitarbeiter-telearbeit-2003-147179.html    Veröffentlicht: 11.03.2020 11:46    Kurz-URL: https://glm.io/147179

Coronavirus

Alphabet empfiehlt einem Großteil der Mitarbeiter Telearbeit

Immer mehr der großen Technologieunternehmen ergreifen Maßnahmen, um sich und ihre Mitarbeiter zu schützen.

Jetzt auch Alphabet: Der Internetkonzern empfiehlt einem Großteil seiner Mitarbeiter, wegen des Coronavirus zu Hause zu arbeiten. Er ist nicht der einzige. Strikte Anweisungen, im Homeoffice zu bleiben, gibt es noch nicht - bisher.

Der Aufruf gilt für alle festen Mitarbeiter in Nordamerika sowie die Werkvertragsnehmer und Zeitarbeiter. Sie sollten von zu Hause arbeiten, "wenn es ihre Funktion zulässt", heißt es in einer Rundmail, die dem US-Fernsehsender CNN vorliegt. Die Anweisung gilt bis zum 10. April 2020.

Alphabet hat gut 115.000 fest angestellte Mitarbeiter, von denen der Großteil in den elf Niederlassungen in den USA und Kanada arbeitet. Die Zahl der Zeitarbeiter dürfte noch einmal so hoch sein.

Wegen der Ausbreitung der Infektionen im US-Bundesstaat Washington hatte Alphabet in der ersten Märzwoche bereits Mitarbeitern in Seattle das Arbeiten von zu Hause nahegelegt, ebenso Amazon, Apple, Facebook und Microsoft.

Apple hatte zunächst neben den Mitarbeitern in Seattle auch denen im Hauptsitz in Cupertino im US-Bundesstaat Kalifornien erlaubt, aus der Ferne zu arbeiten. Inzwischen hat das Unternehmen diese Empfehlung ausgeweitet auf Standorte, wo es eine hohe Dichte an Infektionen gibt. Das betrifft zwei weitere Standorte in Kalifornien sowie die in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, der Schweiz, Japan und Südkorea. Das gilt bis zum 13. März 2020. Der Microblogging-Dienst Twitter hat seine Büros in Hongkong, Japan und Südkorea geschlossen. Die Angestellten müssen von zu Hause arbeiten. Viele Organisationen und Unternehmen haben Reiserestriktionen erlassen.

Diverse Großveranstaltungen wurden verschoben oder abgesagt. Im Februar wurden die Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona und die Fotomesse CP+ in Japan abgesagt, im März der Genfer Autosalon, die Technologiekonferenz South by Southwest (SXSW) sowie die Hauskonferenzen von Google und Facebook.

Andere Veranstaltungen werden verschoben, darunter die Spiele-Entwicklermesse Game Developers Conference, die europäische Kubecon, die Automesse in New York sowie die Industrieschau Hannover Messe.  (wp)


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