Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/internet-para-todos-peru-abgelegene-gemeinden-in-peru-bekommen-4g-mit-open-ran-2003-146974.html    Veröffentlicht: 02.03.2020 17:34    Kurz-URL: https://glm.io/146974

Internet Para Todos Perú

Abgelegene Gemeinden in Peru bekommen 4G mit Open RAN

Ein Gemeinschaftsunternehmen von Telefónica und Facebook baut in Lateinamerika ein Mobilfunknetz mit günstigen Standardkomponenten auf. Ausrüster ist das US-Unternehmen Parallel Wireless.

Parallel Wireless hat mehrere Hundert virtualisierte 4G-Open-RAN-Anlagen für den Netzbetreiber Internet Para Todos Perú errichtet. Das gab das US-amerikanische Open-RAN-Unternehmen Parallel Wireless am 2. März 2020 bekannt. Das Gemeinschaftsunternehmen Internet Para Todos Perú wurde im Mai 2019 von Telefónica, Facebook und den Banken IDB Invest und CAF gegründet.

Internet Para Todos Perú (Internet für alle) will Menschen in Perus abgelegenen Regionen mit Internet versorgen. Bislang sei die Errichtung von Mobilfunknetzen in dünn bevölkerten Gegenden an hohen Investitions- und Betriebskosten und der Komplexität des Netzaufbaus gescheitert.

Der Parallel Wireless Open RAN Controller erstellt ein offenes System von interoperablen Komponenten für verschiedene RAN-Elemente unterschiedlicher Anbieter. Alle neuen Funkmodule werden laut Unternehmensangaben von der Software automatisch konfiguriert. Dabei werden die verfügbaren RAN-Daten von Makro- und kleinen Funkzellen verarbeitet. Netzbetreiber könnten mit lokalen Unternehmen kooperieren, die auf regionale Netzabdeckung spezialisiert sind.

Renan Ruiz, Chief Technology Officer von Internet Para Todos Perú, erklärte: "Wir haben uns für Parallel Wireless Open RAN entschieden, um durch Entkoppelung von Hardware und Software, RAN und Core-Virtualisierung sowie Netzautomatisierung mit SON die Bereitstellungskosten für unsere Netze quer durch Lateinamerika zu senken, die für 5G vorbereitet sind."

Open RAN bedeutet virtualisierte Netzwerkelemente, White-Box-Hardware, Open-Source-Software und standardisierte Schnittstellen. Auf proprietäre Chips soll weitgehend verzichtet werden.

 (asa)


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