Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/paypal-nutzer-melden-missbrauch-ueber-google-pay-2002-146811.html    Veröffentlicht: 24.02.2020 11:46    Kurz-URL: https://glm.io/146811

Paypal

Nutzer melden Betrug über Google Pay

Zahlreichen Nutzern in Deutschland wurden Beiträge über Google Pay abgebucht, die teilweise bis zu 1.000 Euro hoch waren. Die Zahlungen wurden über ein verknüpftes Paypal-Konto geleistet, Ausgangspunkt waren Target-Märkte und Starbucks-Filialen in den USA.

In den Nutzerforen von Google Pay und Paypal mehren sich Beiträge von Nutzern, denen teilweise hohe Beiträge über ihr Google-Pay-Konto und anschließend bei Paypal abgezogen wurden. Paypal lässt sich mit Google Pay verknüpfen und für kontaktlose Zahlungen mit dem Smartphone verwenden.

Laut den Betroffenen wurden die Beiträge von mehreren Target- und Starbucks-Filialen in den USA abgebucht. Einige Anwender berichten von Beträgen um die 500 Euro, bei manchen gehen die Abbuchungen bis 1.000 Euro und mehr. Auch 1-Cent-Abbuchungen wurden bei einigen Nutzern vorgenommen; dabei handelt es sich üblicherweise um Testabbuchungen, mit denen Betrüger testen, ob das jeweilige Finanzmittel belastet werden kann.

Den Betroffenen zufolge verweist Google auf Paypal, was die Stornierung der Abbuchungen betrifft. Google selbst kann den Angaben mehrerer Nutzer zufolge selbst nichts gegen die Vorgänge unternehmen. Ein Nutzer hat von Google die Information bekommen, dass es die Abbuchungen gar nicht in seinem System sieht.

Betrügerische Zahlungen können über Paypal storniert werden

Bei Paypal lassen sich die Buchungen den Betroffenen zufolge aber melden und stornieren. Das ist allerdings erst möglich, wenn sie tatsächlich durchgeführt werden. Solange die Zahlungen noch nicht abgebucht wurden, lassen sie sich noch nicht abblasen. Mehrere Nutzer berichten, dass sie bei Paypal angerufen haben; den Aussagen der Paypal-Mitarbeiter zufolge sollen sich Nutzer sofort melden, wenn die jeweilige Buchung durchgeführt wurde. Dann kann diese storniert werden, was laut einem Betroffenen in seinem Fall problemlos funktioniert haben soll.

Der Hintergrund der Fehlbuchungen ist bisher unbekannt. Solange das Problem nicht abschließend geklärt ist, sollten Google-Pay-Nutzer Paypal als Zahlungsoption aus ihrem Pay-Konto entfernen.

 (tk)


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