Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/gigacable-max-telekom-unterstellt-vodafone-absatzprobleme-im-kabelnetz-2002-146736.html    Veröffentlicht: 19.02.2020 15:43    Kurz-URL: https://glm.io/146736

Gigacable Max

Telekom unterstellt Vodafone Absatzprobleme im Kabelnetz

Telekom-Chef Tim Höttges sieht die jüngste Preissenkung beim Vodafone Gigakabel kritisch. Er sagte zum Ausblick: "Jetzt wird nur noch Glasfaser pur gebaut."

Telekom-Chef Tim Höttges sieht die aktuelle Preissenkung von Vodafone im Kabelnetz als mögliches Anzeichen für Absatzprobleme. "Warum muss Vodafone den Preis seines Spitzenprodukts um 50 Prozent senken, haben die Absatzprobleme", sagte Höttges am 19. Februar 2020 in der Bilanz-Pressekonferenz. Vodafone hatte mit Gigacable Max einen neuen Gigabit-Tarif eingeführt, der monatlich 39,99 Euro kostet. "Der Markt ist dynamisch", erklärte Höttges.

Bisher zahlten die Kunden für Red Internet & Phone 1000 Cable in den ersten zwölf Monaten einen monatlichen Basispreis von 20 Euro. Ab dem 13. Monat kostete der Tarif 70 Euro pro Monat. Daraus ergab sich bei 24 Monaten Vertragslaufzeit ein Monatspreis von 45 Euro. Die Preissenkung für Gigacable Max beträgt damit 5 Euro monatlich oder etwas über 11 Prozent.

Die Telekom vermarktet Super Vectoring als Magentazuhause XL. Das Angebot von 20 Euro in den ersten sechs Monaten gilt nur für Neukunden. Danach kostet der Tarif monatlich 55 Euro. Die Vertragslaufzeit beträgt 24 Monate. Damit liegt der Monatspreis bei rund 46 Euro.

Mit Super Vectoring sind Datenraten von bis zu 250 MBit/s im Download und ein Upload von bis zu 40 MBit/s erreichbar. Der Kabel-Tarif von Vodafone bietet im Download bis zu 1.000 und im Upload bis zu 50 Megabit pro Sekunde.

Laut Höttges liege die Telekom mit ihren Investitionen von 13,1 Milliarden Euro, davon in Deutschland 5,5 Milliarden Euro, vor der Konkurrenz. "Das sind fast 20 Prozent unseres Umsatzes." Jetzt werde "nur noch Glasfaser pur gebaut", sagte er zum Ausblick. Bis Ende 2020 will die Telekom den FTTC-Ausbau (Fiber to the Curb) weitgehend abschließen. Danach wird nach Unternehmensangaben FTTH (Fiber to the Home) großflächig ausgebaut. Die Telekom will dann pro Jahr bis zu zwei Millionen Haushalte mit Glasfaser bis ins Haus ausstatten.

 (asa)


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