Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/quartalsbericht-telefonica-deutschland-senkt-seine-verluste-2002-146735.html    Veröffentlicht: 19.02.2020 15:00    Kurz-URL: https://glm.io/146735

Quartalsbericht

Telefónica Deutschland senkt seine Verluste

Gewinn macht Telefónica Deutschland weiterhin nicht, aber die Verluste sinken. Zugleich läuft das Festnetz-Geschäft erstmals seit dem Jahr 2014 wieder besser.

Der Umsatz von Telefónica Deutschland stieg im Geschäftsjahr 2019 um 1,1 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Das gab das Unternehmen am 19. Februar 2020 bekannt. Der Verlust fiel leicht von 230 Millionen Euro auf 212 Millionen Euro.

Im vierten Quartal 2019 verminderte sich der Verlust stark auf 32 Millionen Euro, verglichen mit 107 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 0,2 Prozent auf 1,97 Milliarden Euro.

Für das Jahr 2020 erwartet Telefónica Deutschland eine "unveränderte bis leicht positive Entwicklung beim Umsatz sowie eine weitgehend unveränderte bis leicht positive Entwicklung des um Sondereffekte bereinigten OIBDA". Die Abkürzung OIBDA steht für Operating Income Before Depreciation and Amortization. Die Kennziffer entspricht in etwa dem in Deutschland gebräuchlichen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda).

Von Januar bis Dezember nahm die Zahl der Vertragskundenanschlüsse beim Mobilfunk der Telefónica um 1,45 Millionen zu. Im vierten Quartal kamen 456.000 zusätzliche Anschlüsse hinzu.

Im vierten Quartal wuchs das Datenvolumen um 58 Prozent. Über das Gesamtjahr transportierte das O2-Netz rund 1 Milliarde Gigabyte. Zugleich wurde im Jahr 2019 mit 107 Milliarden Minuten mehr über das O2-Mobilfunknetz telefoniert als je zuvor - der Anstieg zum Vorjahr betrug 9,9 Prozent.

Im Festnetz gab es im vierten Quartal eine neue Entwicklung: Die Erlöse erhöhten sich in diesem Zeitraum um 2 Prozent auf 189 Millionen Euro. Das ist der erste Anstieg auf Jahresbasis seit der Übernahme von E-Plus im Jahr 2014. Die Zahl der Anschlüsse im Festnetz stieg im Jahr 2019 um 6,1 Prozent auf 2,21 Millionen, was insbesondere an der Nachfrage nach VDSL-Verbindungen lag, die Telefónica im Netz der Deutschen Telekom anmietet. Telefónica Deutschland vermarktet auch Anschlüsse im Kabelnetz von Tele Columbus und Vodafone.

 (asa)


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