Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/sony-playstation-5-hat-moeglicherweise-ein-kostenproblem-2002-146647.html    Veröffentlicht: 14.02.2020 13:42    Kurz-URL: https://glm.io/146647

Sony

Playstation 5 hat möglicherweise ein Kostenproblem

Fans warten seit Wochen auf Neuigkeiten zur Playstation 5. Laut einem Medienbericht wartet Sony schlicht ab, wie sich die Kosten bestimmter Bauteile entwickeln - die Entscheidung über den Preis der Konsole soll somit erst später fallen.

Das Management von Sony hat offenbar Probleme mit der Preisfindung bei der Playstation 5. Grund sollen Schwierigkeiten beim Einkauf von Speicherbausteinen sein, konkret für den Arbeitspeicher (DRAM) und den Massenspeicher (NAND). Das will Bloomberg aus informierten, aber nicht näher genannten Quellen erfahren haben.

Das Magazin schreibt, dass Sony eigentlich mit den Vorbereitungen für den Start der Konsole im Herbst 2020 fortfahren müsse. Februar 2020 sei der Zeitpunkt, um zumindest intern einen finalen Verkaufspreis festzulegen und dann mit der Massenfertigung zu beginnen. Allerdings würden sich die Kosten bei der Playstation 5 auf rund 450 US-Dollar aufaddieren. Deshalb habe das Unternehmen beschlossen, vorerst "abzuwarten und dann mal zu sehen".

Viele Spieler hatten gehofft, dass es im Februar 2020 neue Informationen über die Konsole gibt. Die Playstation 4 wurde im Februar 2013 vorgestellt, außerdem gab es mehrere Leaks über eine Veranstaltung in New York im Februar 2020. Um das noch rechtzeitig hinzubekommen, müsste sich Sony allerdings beeilen.

Laut einigen der Leaks war geplant, dass Fans die Playstation 5 unmittelbar nach der Veranstaltung auch gleich vorbestellen können sollten. Dazu müsste sich Sony aber auf einen Preis festlegen. Der darf dazu jedoch nicht zu hoch sein - 450 US-Dollar oder mehr könnte sonst etwa der wichtigste Konkurrent Microsoft bei seiner Xbox Series X unterbieten.

Die Playstation 4 kam für 400 US-Dollar auf den Markt. Analysten rechneten bei Markteinführung aus, dass alle Komponenten zusammen rund 381 US-Dollar gekostet haben dürften.

Früher war es üblich, dass Konsolen unter Herstellungspreis verkauft wurden - das Geld haben die Firmen dann mit dem Verkauf von Spielen verdient. Inzwischen dürfte es aber kaum noch einen Manager geben, der seinen Aktionären diese Art von Quersubventionierung auch nur kurzfristig vermitteln möchte.

Bislang sind zwar schon einige technische Spezifikationen zur Playstation 5 bekannt. Über die genaue Größe des Arbeitsspeichers gibt es bislang allerdings keine Anhaltspunkte - vermutlich sind es zwischen 12 und 16 GByte GDDR-RAM. Als Massenspeicher wird statt einer klassischen Festplatte eine schnelle SSD verbaut; vermutlich handelt es sich um 1 TByte große NVMe-SSDs.

Beide Arten von Speicher werden unter anderem durch die Hersteller von Smartphones nachgefragt, aber eventuell auch schon durch Microsoft für die Xbox Series X. Nach Angaben von Bloomberg hat Sony bislang keine Schwierigkeiten durch den Coronavirus, allerdings könnte sich das im Laufe der kommenden Monate noch ändern.

 (ps)


Verwandte Artikel:
Playstation: Sony bezahlt rund 229 Millionen US-Dollar für Insomniac   
(11.02.2020, https://glm.io/146557 )
Playstation: Patentantrag über kontextsensitives Hilfesystem eingereicht   
(10.02.2020, https://glm.io/146533 )
Neue Konsolen: Sony fürchtet Microsoft fürchtet Google   
(06.02.2020, https://glm.io/146477 )
Auktion: Nintendo Playstation erhältlich   
(14.02.2020, https://glm.io/146640 )
Tim Sweeney: Chef von Epic Games fordert offenere Spieleplattformen   
(13.02.2020, https://glm.io/146618 )

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/