Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/mobilfunk-bund-will-5g-stopp-in-hamburg-durchsetzen-2002-146605.html    Veröffentlicht: 12.02.2020 18:46    Kurz-URL: https://glm.io/146605

Mobilfunk

BUND will 5G-Stopp in Hamburg durchsetzen

Ein Teil der Umweltorganisation BUND stellt 5G grundsätzlich in Frage. Bereits große europäische Städte wie Brüssel, Florenz und Genf, Orte in Irland und über 100 Kommunen in Italien haben sich nach Angaben der Umweltschützer für einen 5G-Ausbaustopp ausgesprochen.

Die Umweltorganisation BUND will in Hamburg einen Ausbaustopp für 5G. Dazu haben Mitglieder des BUND-Arbeitskreises Elektrosmog am 12. Februar 2020 dem Bürgerbüro des Bürgermeisters Peter Tschentscher (SPD) eine Petition mit rund 6.000 Unterschriften übergeben. Der Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur mit 5G-Technologie dürfe nicht ohne Prüfung der Gesundheits- und Umweltverträglichkeit und nicht ohne die vorgeschriebene Technikfolgenabschätzung erfolgen.

"Der jetzt anlaufende Ausbau ohne eine solche Abschätzung widerspricht dem gesetzlich verankerten Vorsorgeprinzip", sagte Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg.

Bereits andere große europäische Städte wie Brüssel, Florenz und Genf, weitere Orte in Irland und über 100 Kommunen in Italien haben sich laut Braasch für einen 5G-Ausbaustopp ausgesprochen.

Hamburg ist eine der sechs Modellregionen, in denen der Ausbau besonders gefördert wird. "Die Erforschung von Folgen für Gesundheit und Umwelt muss vor dem Ausbau dieser Technologie von unabhängigen Instituten erfolgen und auf keinen Fall im laufenden Betrieb - in einem Feldversuch an Mensch und Umwelt" betonte Ellen Kruse, Sprecherin des BUND-Arbeitskreises Elektrosmog. Dies müsse klar Vorrang haben vor wirtschaftlichen Interessen.

Am letzten Januar-Wochenende hatten auch in der Schweiz wieder Menschen gegen 5G-Technik protestiert. Wie der Verein Schutz vor Strahlung bekanntgab, beteiligten sich 2.000 Menschen im Rahmen des Internationalen Protesttags gegen 5G. In 16 Städten fanden Protestaktionen statt, die größten in Bern und Zürich.

 (asa)


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