Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/openran-trump-hofft-auf-5g-von-microsoft-und-dell-2002-146447.html    Veröffentlicht: 04.02.2020 18:54    Kurz-URL: https://glm.io/146447

OpenRAN

Trump hofft auf 5G von Microsoft und Dell

Erst war es Apple, nun will Trump, dass Microsoft, Dell und AT&T 5G-Software entwickeln, die auf Standardhardware läuft. Alles soll möglichst von US-Firmen kommen.

Die US-Regierung wünscht sich 5G auf Standardhardware mit selbst entwickelter Software. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Lawrence Kudlow, den obersten Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump. Unternehmen wie Microsoft, Dell und der Telekommunikationskonzern AT&T seien Teil der Bemühungen, sagte Kudlow.

Der Präsident fragt laut Kudlow immer wieder, ob 5G nicht unter einer einfachen Infrastruktur laufen könne. Man versuche, eine US-End-to-End-Infrastruktur für 5G zu schaffen. Trump habe immer wieder gehört, dass Huawei dazu in der Lage sei. Die US-Regierung hatte auch vorgeschlagen, Forschung und Entwicklung für offene 5G-Softwarestandards zu finanzieren. Damit dürfte OpenRAN gemeint sein.

"Dell und Microsoft entwickeln derzeit sehr schnell Software- und Cloud-Funktionen, die in der Tat einen Großteil von Geräten ersetzen werden", sagte Kudlow. "Um Michael Dell zu zitieren: 'Software frisst die Hardware in 5G'."

"Das Gesamtkonzept sieht vor, dass die gesamte US-amerikanische 5G-Architektur und -Infrastruktur hauptsächlich von amerikanischen Firmen erstellt wird", betonte Kudlow. "Das können auch Nokia und Ericsson sein, da sie in den USA stark vertreten sind."

Trump hatte im November 2019 den Vorstandsvorsitzenden von Apple, Tim Cook, gebeten, die Entwicklung der Infrastruktur für 5G-Mobilfunknetze in den USA zu prüfen. "Sie haben alles - Geld, Technologie, Vision und Cook", twitterte Trump, ohne näher darauf einzugehen, was der iPhone-Hersteller zu 5G-Netzen beitragen solle. Trump traf Cook am 20. November während seines Besuchs auf dem neuen Apple-Campus im US-Bundesstaat Texas.



Huawei-Chef Ren Zhengfei hatte angeboten, US-Unternehmen die 5G-Technologie zur Verfügung zu stellen. Ren sagte, US-Firmen könnten "auch unsere 5G-Technologien modifizieren, um ihre Sicherheitsanforderungen zu gewährleisten". Sie könnten sogar "den Software-Code ändern". Laut Andy Purdy, Chief Security Officer bei Huawei Technologies USA, ist das geistige Eigentum der Unternehmen bei Funktionalität und Zuverlässigkeit ein bis zwei Jahre hinter den vergleichbaren Huawei-Produkten zurück.

 (asa)


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