Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/warcraft-3-reforged-angespielt-was-ist-denn-das-fuer-ein-alptraum-2001-146342.html    Veröffentlicht: 29.01.2020 13:41    Kurz-URL: https://glm.io/146342

Warcraft 3 Reforged angespielt

"Was ist denn das für ein Alptraum!"

Mit Warcraft 3 Reforged hat Blizzard die Neuauflage eines Klassikers veröffentlicht - aber richtig gut ist die Umsetzung nicht geworden. Golem.de zeigt den Unterschied zwischen klassischer und überarbeiteter Grafik im Vergleichsvideo.

Der orkische Kriegshäuptling Thrall hat schlechte Laune: "Was war denn das für ein Alptraum!" - und wir bei Golem.de konnten nicht widerstehen, den ersten Satz in der Kampagne des Echtzeit-Strategiespiels Warcraft 3 in leicht abgewandelter Form für die Überschrift zu verwenden. Denn die von Blizzard am 29. Januar 2020 veröffentlichte Neuauflage Reforged ist längst nicht so gut wie erhofft.

Ganz grundsätzlich: Reforge ist ein Remake des 2002 veröffentlichten Echtzeit-Strategiespiels Warcraft 3 (Test des Originals auf Golem.de) und der Erweiterung The Frozen Throne. Spieler folgen in sieben Solokampagnen und mehr als 60 Missionen einer eigentlich ganz spannenden Handlung rund um Helden wie den Menschenanführer Arthas und Orkchef Thrall. Dazu kommen als weitere Fraktionen die Untoten und die Nachtelfen.

Das klingt zwar gut, tatsächlich aber hat Blizzard bei Reforged noch viel Arbeit vor sich. Es gibt mehrere Arten von Problemen. Erstens: Wichtige Funktionen aus dem Original fehlen, etwa Ranglisten sowie Unterstützung für Clans und für Tournaments. Zweitens: Wir vermissen versprochene und teils sogar schon präsentierte Neuerungen, etwa Zwischensequenzen und eine neue Benutzerführung.

Drittens: Reforged hat noch relativ viele kleine und etwas größere Fehler. Bei der Darstellung von Farben und Schatten gibt's Probleme, dazu kommen immer wieder spürbare Ruckler und Stotterer, ohne dass ein Grund erkennbar wäre. Wir hatten vor allem Schwierigkeiten mit der vertikalen Synchronisierung, was wir für die Neuauflage eines 18 Jahre alten Klassikers nicht akzeptabel finden.

Dazu kommt, dass Reforged den alten Client von Warcraft 3 ersetzt - wer online über das Battle.net spielen möchte, muss zu der Neuauflage greifen. Da ist es dann nur eher theoretisch hilfreich, dass Spiele mit der alten gegen die neue Grafik möglich sind.

Warcraft 3 Reforged ist für Windows-PC und MacOS erhältlich, der Preis liegt bei 30 Euro. Die Systemanforderungen sind niedrig, allerdings gibt es auch nur wenige Grafikoptionen zum Feintunen. Im Grafikmenü steht ein Schalter zur Verfügung, mit dem man außerhalb der Partien zwischen der Classic- und der Reforged-Darstellung wählen kann.

Windows: Minimale Systemanforderungen



Windows: Empfohlene Systemanforderungen



MacOS: Minimale Systemanforderungen



MacOS: Empfohlene Systemanforderungen



Außerdem benötigen Spieler laut Blizzard in allen Fällen rund 30 GByte freien Platz auf dem Massenspeicher, eine Tastatur und Maus sowie einen Bildschirm, der mindestens eine Auflösung von 800 x 600 Pixel schafft. Neben dem Spiel gibt es auch eine neue Version des World Editors, mit dem Spieler eigene Karten erstellen können.  (ps)


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