Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/gute-nacht-spielen-und-schlafen-im-atari-hotel-2001-146309.html    Veröffentlicht: 28.01.2020 10:32    Kurz-URL: https://glm.io/146309

Gute Nacht

Spielen und schlafen im Atari Hotel

Der Ruf von Atari bei Gamern ist mindestens angeschlagen, trotzdem sind Spieler die Hauptzielgruppe für eine neue Hotelkette. Vorerst sind acht Häuser in den USA geplant, zumindest einige sollen Platz für E-Sport-Veranstaltungen bieten.

Das Unternehmen Atari hat Rechte an seinem Namen und Logo für eine neue Hotelkette vergeben. Vorerst sind acht Häuser in den USA geplant, das erste soll Mitte 2020 in Phoenix (Arizona) eröffnen. Später sollen Atari Hotels unter anderem in Las Vegas, Chicago und San Francisco dazukommen. Atari hat mit dem Betrieb der Hotels nichts zu tun. Das Unternehmen erhält eine Vorabzahlung von 600.000 US-Dollar sowie fünf Prozent der Umsatzerlöse der künftigen Kette.

Hinter dem Vorhaben stecken Investoren, einer davon hat einen engen popkulturellen Bezug: Napoleon Smith III ist Produzent der neueren Filme rund um die Teenage Mutant Ninja Turtles, außerdem arbeitet er bei Projekten immer wieder mit Apple-Mitgründer Steve Wozniak zusammen.

Die Atari Hotels sollen das weltberühmte Logo und den typischen Schriftzug tragen. Außerdem sollen sie nicht näher spezifizierte Einrichtungen für Virtual und Augmented Reality erhalten. An einigen Standorten soll es außerdem Infrastruktur für E-Sport-Veranstaltungen geben.

Es wäre überraschend, wenn die Räumlichkeiten nicht ähnlich wie die Hard Rock Hotels mit Devotionalien geschmückt wären, in diesem Fall natürlich aus der Spielegeschichte.

Atari selbst genießt bei Spielern schon lange keinen guten Ruf mehr - allerdings sind sich die meisten auch darüber im Klaren, dass das heutige Unternehmen eigentlich nichts mit der 1972 von Nolan Bushnell und Ted Dabney gegründeten Kultfirma zu tun hat.

Das moderne Atari arbeitet derzeit an einer eigenen Konsole namens Atari VCS. Bei dem über Indiegogo mit rund 2,8 Millionen US-Dollar unterstützten Projekt kommt es immer wieder zu Problemen und Terminverschiebungen. In der Linux-basierten Konsole soll ein System-on-a-Chip auf Basis von AMD Ryzen Embedded R1000 zum Einsatz kommen.

Neben einem PC-Sandbox-Modus ist als Appstore vor allem der Dienst Antstream Arcade vorgesehen. Das ist ein schon auf anderen Plattformen verfügbarer Spielestreamingdienst, der rund 800 Retrospiele von mehreren Plattformen bietet und derzeit rund 10 Euro im Monat kostet.  (ps)


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