Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/mobile-daten-telefonica-netz-erreicht-fast-1-exabyte-2001-146234.html    Veröffentlicht: 23.01.2020 12:50    Kurz-URL: https://glm.io/146234

Mobile Daten

Telefónica-Netz erreicht fast 1 Exabyte

Die Telefónica-Kunden haben im vorigen Jahr fast 1 Exabyte genutzt. Damit liegt der Netzbetreiber vor Vodafone.

Das Mobilfunknetz von Telefónica Deutschland hat im Jahr 2019 erstmals fast 1 Milliarde Gigabyte (rund 1 Exabyte) transportiert. Das gab das Unternehmen am 23. Januar 2020 bekannt. "Im Jahr 2018 wurden mehr als 622 Millionen Gigabyte in unserem Netz genutzt", sagte Unternehmenssprecher Florian Streicher Golem.de.

Einen weiteren Anstieg gab es bei der Sprachtelefonie: Im vergangenen Jahr telefonierten Kunden im O2-Mobilfunknetz zudem insgesamt deutlich mehr als 100 Milliarden Minuten.

Im Mobilfunk wurden bei Vodafone in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 770 Millionen Gigabyte übertragen. Das waren fast 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit nähert sich das Datenvolumen im Mobilfunk langsam an das Kabelnetz an. Mit 9 Exabyte hat das Kabelnetz von Vodafone im Jahr 2019 einen neuen Spitzenwert erreicht. Mehr als die Hälfte des Datenvolumens erzeugte das Videostreaming, besonders von den Plattformen Youtube, Netflix und Amazon Prime. Im Kabelnetz von Vodafone ist der Datenverbrauch noch zwölfmal höher als im Mobilfunk. Im Jahr 2018 waren es etwa 6 Exabyte Daten im Kabelnetz.

Die Telekom hat in ihrem Mobilfunknetz im Inland 900 Petabyte übertragen. "Für das Festnetz haben wir keine Zahlen ausgewiesen", sagte Telekom-Sprecher Markus Jodl Golem.de auf Anfrage. 1 Exabyte sind 1.000 Petabyte.

In dieser Woche hat Telefónica neben Unlimited-Tarifen drei klassische O2-Free-Tarife angeboten. Allerdings wird einer der Vorteile der Tarife entfernt: die Geschwindigkeit von 1 MBit/s in der Drosselung. Wenn also das im Tarif enthaltene Datenvolumen aufgebraucht ist, erhalten Kunden nur noch eine maximale Geschwindigkeit von 32 KBit/s. Die Nutzung des mobilen Internets ist damit im Grunde nicht mehr möglich. Zum Ausgleich wurde in den Tarifen das ungedrosselte Datenvolumen stark erhöht.  (asa)


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