Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/deutsche-telekom-einfaches-vectoring-fuer-60-000-haushalte-2001-146153.html    Veröffentlicht: 20.01.2020 13:38    Kurz-URL: https://glm.io/146153

Deutsche Telekom

Einfaches Vectoring für 60.000 Haushalte

Die Deutsche Telekom hat wieder eine größere Anzahl von Haushalten mit Vectoring versorgt. In diesem Jahr will die Telekom den Vectoringausbau in Deutschland abschließen.

Die Deutsche Telekom hat für über 60.000 Haushalte in 59 Kommunen einfaches Vectoring freigeschaltet. Das gab der Netzbetreiber am 20. Januar 2020 bekannt. Unter anderem dabei ist Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt mit 5.800 Haushalten, Konstanz am Bodensee mit 5.600 Haushalten, Herzogenaurach in Franken mit 5.000 Haushalten, Crimmitschau in Sachsen mit 4.800 Haushalten, die Gemeinde Neulingen in Baden-Württemberg mit 3.100 Haushalten und Zörbig in Sachsen-Anhalt mit 2.800 Haushalten.

Die Ausbauprojekte reichen von vielen Tausenden Haushalten bis zu einer Handvoll in Berlin, Bielefeld, Böblingen, Chemnitz, Frankfurt am Main, Köln, Konstanz, Krefeld, Nürnberg oder Stuttgart.

Die maximale Datenübertragungsrate beim Herunterladen steigt auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s.

Bis Ende 2020 will die Telekom den FTTC-Ausbau (Fiber to the Curb) weitgehend abschließen. Danach wird nach Unternehmensangaben FTTH (Fiber to the Home) großflächig ausgebaut. Die Telekom will dann pro Jahr bis zu zwei Millionen Haushalte mit Glasfaser bis ins Haus ausstatten.

Golem.de wollte von der Telekom wissen, ob die versprochene Datenrate beim Vectoring auch beim Kunden ankommt. "Die Bandbreiten liefern wir", sagte Unternehmenssprecher Andreas Middel auf Anfrage. Laut Produktinformationsblatt stehen im Download bei VDSL-Technologie normalerweise 83,8 MBit/s zur Verfügung, bei Fiber-Technologie seien es 90 MBit/s. Minimal liege die Datenrate bis 54 MBit/s bei VDSL-Technik und 80 MBit/s bei Fiber.

Im Rahmen der Breitbandmessung erfolgt keine Erfassung der jeweils genutzten Technologie durch die Bundesnetzagentur. "Informationen zu Datenraten beim Einsatz von Vectoring liegen der Bundesnetzagentur nicht vor", sagte ein Sprecher Golem.de auf Anfrage.  (asa)


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