Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/systemwechsel-volkswagen-will-bis-2025-1-5-millionen-e-autos-verkaufen-1912-145752.html    Veröffentlicht: 27.12.2019 14:32    Kurz-URL: https://glm.io/145752

Systemwechsel

Volkswagen will 1,5 Millionen E-Autos bis 2025 verkaufen

Volkswagen hat bisher rund 125.000 reine Elektroautos verkauft und plant bis 2025 mit 1,5 Millionen Fahrzeugen mit Elektromotor. Das bisherige Ziel lag bei einer Million Fahrzeugen. Woher der Optimismus kommt, bleibt unklar.

Volkswagen hebt seine Prognose für den Verkauf von Elektroautos deutlich an: Bis 2025 sollen nicht 1 Million, sondern 1,5 Millionen Fahrzeuge mit Elektroantrieb verkauft werden. Die Millionenmarke will VW bereits 2023 erreichen.

Diese Prognose ist sehr optimistisch: Bisher hat VW 104.000 E-Golf und 21.000 E-Up! verkauft. Macht insgesamt 125.000 Elektroautos.

"Das Jahr 2020 wird ein Schlüsseljahr für die Transformation von Volkswagen: Mit dem Marktstart des ID.3 und weiteren attraktiven Modellen der ID.-Familie wird unsere E-Offensive nun auch auf der Straße sichtbar", erklärte Thomas Ulbrich, Vorstand E-Mobilität der Marke Volkswagen. "Die neue Gesamtplanung von 1,5 Millionen E-Autos im Jahr 2025 zeigt: Die Menschen wollen klimafreundliche, individuelle Mobilität - und wir machen das für Millionen von Menschen erschwinglich."

Die Realität sah zumindest 2019 ein wenig anders aus: Etwa 1,5 Prozent der Neuzulassungen dürften reine Elektroautos sein. Genau lässt sich das aufgrund fehlender Dezember-Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes noch nicht sagen. Fest steht: Das sind homöopathische Mengen. Es müsste in den nächsten drei Jahren eine extreme Umschichtung in Richtung Elektroautos erfolgen, die auch massive Anforderungen an den Ausbau der Ladeinfrastruktur stellen würde.

Volkswagen plagen zudem noch Probleme mit dem ID.3, dem ersten nur für den Elektroantrieb konstruierten Auto des Konzerns. Derzeit werden die Fahrzeuge gebaut, ohne dass die Software direkt installiert werden kann. Das Problem soll sich bis in den Frühling 2020 ziehen. Das Auto soll erst ab Mitte kommenden Jahres ausgeliefert werden. Ob es durch die Softwareprobleme zu Verzögerungen bei der Auslieferung kommt, ist nicht bekannt.

 (ml)


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