Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/ali-express-luefterloser-mini-pc-hat-notebook-amd-ryzen-prozessor-1912-145370.html    Veröffentlicht: 05.12.2019 11:20    Kurz-URL: https://glm.io/145370

Ali Express

Lüfterloser Mini-PC hat Notebook-AMD-Ryzen-Prozessor

Erste chinesische Hersteller bauen ungewöhnliche Mini-PCs mit AMD-CPUs. Ein Beispiel ist der Maxtang VHFP30 mit AMD Ryzen 5 2500U und passiver Kühlung. Auch an Anschlüssen fehlt es dem System nicht.

AMD hat kürzlich eine umfangreichere Kooperation mit Hardwareherstellern angekündigt: Nun gibt es bereits erste Mini-PCs mit Ryzen-Embedded-Chip. Ein Beispiel ist der Maxtang VHFP30. Der nutzt allerdings einen Ryzen 5 2500U, welchen Käufer auch in Notebooks wie dem HP Elitebook 735 G5 finden. Die 15-Watt-CPU hat vier Zen-Kerne, acht Threads und ein Power-Budget von 15 Watt. Die Besonderheit ist, dass der Chip passiv gekühlt ohne Lüfter läuft. Die Abwärme wird stattdessen über Kühlrippen an der Gehäuseoberseite abgeführt. Das gesamte System ist daher lautlos.

Die Vega-8-GPU des AMD-Chips kann im Vergleich zu den meisten integrierten Intel-Grafikeinheiten einige Spiele in akzeptablen Bildraten beschleunigen. Daran angeschlossen werden können zwei Bildschirme - per Displayport oder HDMI 2.0. Dazu kommen drei USB-3.2-Gen1-Ports, davon einer im USB-Typ-C-Format, vier USB-2.0-A-Ports, zwei Gigabit-Ethernet-Buchsen und auch eine serielle RS-232-Schnittstelle. Das System ist zudem mit SD-Karten kompatibel und kann optional per WLAN-Standard Wi-Fi 5 funken.

Auch ohne RAM und SSD konfigurierbar

Je nach Konfiguration stehen dem System jeweils 8 GByte DDR4 RAM und 128, 256 oder 512 GByte SSD-Speicher zur Verfügung. In das Chassis passt laut Hersteller auch ein optionales 2,5-Zoll-Laufwerk - etwa eine zusätzliche HDD oder SSD. Es ist aber auch möglich, den Rechner komplett ohne RAM oder SSD zu kaufen. Das lässt darauf schließen, dass diese Bauteile gesteckt und nicht fest verlötet sind.

Der Verkäufer des VHFP30 ist Ali Express. Das System kostet ohne SSD und Arbeitsspeicher 350 US-Dollar. Für 470 US-Dollar gibt es 8 GByte RAM und die 128-GByte-SSD. Eine 256-GByte-SSD kostet mit 483 US-Dollar, und 512 GByte 506 US-Dollar. Die Aufpreise sind also untypisch niedrig. Auf diese Preise werden üblicherweise eine Mehrwertsteuer und in einigen Fällen Einfuhrzölle berechnet. Der Preis kann daher variieren.

Der PC wird ohne Betriebssystem verkauft. Der Hersteller wirbt mit Linux-Kompatibilität. Das System sollte aber auch mit Windows 10 funktionieren, sollte dies gewünscht sein.  (on)


Verwandte Artikel:
Pocket PC: Linux-Minirechner soll "Hacker-Konsole zum Mitnehmen" sein   
(18.11.2019, https://glm.io/145050 )
Radeon RX 5500 OEM (4GB) im Test: AMDs beste 200-Euro-Karte seit Jahren   
(28.11.2019, https://glm.io/145232 )
Threadripper 3970X/3960X im Test: AMD wird uneinholbar   
(25.11.2019, https://glm.io/144997 )
Ryzen 3000: Beste Kerne sind nicht favorisierte Kerne   
(22.11.2019, https://glm.io/145154 )
Workstation-Grafikkarte: AMDs Radeon Pro W5700 hat USB-C-Anschluss   
(19.11.2019, https://glm.io/145096 )

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/