Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/schwert-und-schild-neues-pokemon-trotz-fanprotest-erfolgreich-1911-145167.html    Veröffentlicht: 22.11.2019 16:29    Kurz-URL: https://glm.io/145167

Schwert und Schild

Neues Pokémon trotz Fanprotest erfolgreich

Es gab Lügenvorwürfe und Boykottaufrufe gegen das Entwicklerstudio Game Freak, trotzdem ist das gerade für Nintendo Switch veröffentlichte Pokémon Schwert und Schild ein Verkaufsschlager.

Rund eine Woche nach der Veröffentlichung Mitte November 2019 hat Pokémon Schwert und Schild weltweit rund sechs Millionen Käufer gefunden. In den USA konnte Nintendo von dem nur für Switch erhältlichen Programm rund zwei Millionen Exemplare absetzen. Nach Angaben des Publishers ist Schwert und Schild für den genannten Zeitraum das bislang umsatzstärkste Pokémon und eines der meistverkaufen Spiele für die Nintendo Switch.

Für Deutschland liegen keine absoluten Zahlen vor, allerdings hat Schwert und Schild auf Anhieb den Sprung auf den ersten Platz der Switch-Verkaufscharts von GfK Entertainment geschafft. Wie schon frühere Pokémon handelt es sich eigentlich um zwei Programme, eben Schwert und Schild, die aber meist zusammen für rund 100 Euro gekauft werden. Kleine Unterschiede gibt es bei den jeweils enthaltenen Legendären und normalen Taschenmonstern sowie bei den Trainern.

Im Vorfeld der Veröffentlichung hatten Teile der Community in Foren und im sozialen Netz zum Boykott aufgerufen und dem Entwicklerstudio Game Freak sogar die Verbreitung von Lügen vorgeworfen, der Hashtag #GameFreakLied schaffte es zeitweise recht weit nach oben in den Trends auf Twitter. Im Kern ging es darum, dass einige Fans sich hintergangen fühlten, weil Game Freak bei einer Reihe von Pokémon einfach die Daten aus früheren Spielen übernommen haben soll, statt sie neu zu entwerfen.

Außerdem war und ist ein Teil der Community sauer, weil der Pokédex viel weniger Monster enthält als frühere Spiele und weil Publikumslieblinge wie Schiggy und Bisasam gar nicht enthalten sind; bei Fans hieß diese Kürzung Dexit, in Anspielung an den Brexit.

Insgesamt gibt es lediglich 435 Sammelkreatueren statt der eigentlich erwarteten über 900. Die Entwickler haben die niedrige Zahl unter anderem damit begründet, dass dadurch die Balance des Kampfsystems erheblich vereinfacht werde.

Pokémon Schwert und Schild schickt Spieler in eine an das vorindustrielle Großbritannien angelehnte Region namens Galar. Dort soll man sich als Trainer in Arenakämpfen und beim Sammeln der Taschenmonster gegen Rivalen durchsetzen, dazu kommen Minigames und immer wieder kleinere Rätsel.

 (ps)


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