Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/lvfs-chromeos-nutzt-linux-werkzeug-fuer-firmware-updates-1911-145087.html    Veröffentlicht: 19.11.2019 15:23    Kurz-URL: https://glm.io/145087

LVFS

ChromeOS nutzt Linux-Werkzeug für Firmware-Updates

Dank dem Linux Vendor Firmware Service (LVFS) können Linux-Nutzer schnell und einfach Firmware-Updates für ihre Geräte einspielen. Google wird das dazugehörige Werkzeug Fwupd künftig für ChromeOS verwenden, vermutlich für Peripheriegeräte.

Hardware-Hersteller, die künftig Geräte mit dem Label Designed for Chromebook verkaufen wollen, müssen dafür wohl das aus der Linux-Community stammenden Werkzeug Fwupd für Firmware-Updates unterstützen, wie dessen Hauptentwickler Richard Hughes in seinem Blog schreibt. Diese Voraussetzung werde Google bereits ab dem kommenden Weihnachtsgeschäft forcieren, wie Hughes aus verschiedenen Quellen erfahren habe.

Mithilfe des Werkzeugs Fwupd und dem dazugehörigen Linux Vendor Firmware Service (LVFS) können Linux-Nutzer schnell und einfach Firmware-Updates für ihre Geräte einspielen. Der LVFS dient dabei als zentrales Repository für die Firmware-Dateien, die dann entweder über die Kommandozeile oder auch über die grafischen Anwendungen Gnome Software oder KDE Discover von Nutzern eingespielt werden können.

Ursprünglich erstellt wurde der Dienst vor allem mit Blick auf UEFI-Systeme, da diese Firmware-Variante sogar über eine standardisierte Update-Schnittstelle verfügt. Inzwischen unterstützen mit Lenovo, HP und Dell, Asus und Acer auch die Marktführer den Dienst. Mittlerweile können damit aber auch einige weitere Firmware-Typen für Geräte aktualisiert werden. Dazu gehören etwa Controller für Thunderbolt 3 oder auch Eingabegeräte wie Wacom-Tablets und -Stifte.

Es ist davon auszugehen, dass die Unterstützung des Werkzeugs, das sich bereits in den Chromium-Quellen befindet, für die zuletzt genannte Kategorie von Peripheriegeräten oder extern verbauten Controllern genutzt werden dürfte. Immerhin basiert die Firmware der Rechner selbst auf Coreboot und wird bereits über eigene Mittel von ChromeOS aktualisiert, die Nutzung von Fwupd ist hier also nicht nötig. Für welche Geräte im einzelnen das Werkzeug aber genutzt werden soll, ist noch nicht bekannt.

 (sg)


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