Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/lattepanda-delta-432-minicomputer-hat-gpio-usb-c-und-arduino-coprozessor-1911-144851.html    Veröffentlicht: 07.11.2019 11:44    Kurz-URL: https://glm.io/144851

Lattepanda Delta 432

Minicomputer hat GPIO, USB-C und Arduino-Coprozessor

Der Delta 432 ist ein voll funktionsfähiger PC, inklusive Gemini-Lake-CPU, Arbeitsspeicher, Flash-Speicher und optional Windows 10. Für Bastler interessant: Der Coprozessor ermöglicht Arduino-Projekte und die GPIO-Pins sind eine Schnittstelle für weitere Zubehörteile.

Der Hardwarehersteller Lattepanda ergänzt sein Sortiment aus Mini-PCs um den Delta 432. Dabei handelt es sich um einen kompletten Computer mit integriertem Gemini-Lake-Chip von Intel, genauer gesagt dem Celeron N4100 mit vier Kernen. Die CPU ist zusammen mit 4 GByte LPDDR4-RAM und 32 GByte eMMC-Flashspeicher auf einer kleinen Hauptplatine verlötet. Das Besondere: Neben dem x86-Chip ist auch ein Arduino-Coprozessor vom Typ Arduino Leonardo verbaut. Damit lässt sich das System für Arduino-Projekte und Scripts verwenden. Die Platine mit aktivem Lüfter misst etwa 7,8 x 11 cm.

Auch sonst ist der kleine Komplettrechner für Bastler geeignet. Er hat zwei 50-Pin-GPIO-Schnittstellen. Per Micro-SD-Karten können Betriebssystem-Images oder andere Dateien auf den Rechner aufgespielt werden. Auf der Rückseite sind zudem ein M.2-E-Key-Steckplatz mit zwei PCIe-Lanes und ein weiterer M.2-M-Key-Platz mit vier PCIe-Lanes verbaut - beispielsweise um dort eine NVMe-SSD einzusetzen. Ein WLAN-Modul ist bereits vorinstalliert. Das unterstützt Wi-Fi 5.

USB und Ethernet vorhanden

Alternativ ist eine Gigabit-Netzwerkverbindung über den RJ45-Steckplatz möglich. Dazu kommen drei USB-A-Ports (USB 3.2 Gen1) und eine USB-C-Buchse (USB 3.2 Gen1) mit Power Delivery. Ein Bildschirm lässt sich per HDMI 2.0a oder an den USB-C-Port anschließen. Zudem ist ein proprietärer Verbinder am Mainboard verbaut, mit dem sich ein Touch-Panel betreiben lässt.

Der Delta 432 wird in zwei Versionen verkauft: Für 190 US-Dollar gibt es das Modell ohne vorinstalliertes Betriebssystem. Für 230 US-Dollar spielt der Hersteller Windows 10 Pro auf das System auf. Der begrenzte Arbeitsspeicher dürfte den Betrieb unter Windows allerdings nicht immer ruckelfrei gewährleisten.  (on)


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