Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/quartalszahlen-amd-macht-fast-2-milliarden-us-dollar-umsatz-1910-144697.html    Veröffentlicht: 30.10.2019 09:48    Kurz-URL: https://glm.io/144697

Quartalszahlen

AMD macht fast 2 Milliarden US-Dollar Umsatz

Fast so viel Umsatz wie zu den besten Zeiten, erneut Gewinn und weniger Schulden: Das dritte Quartal 2019 war ein gutes für AMD, wenngleich das Server- und das Konsolengeschäft schlechter laufen als im Vorjahr.

AMD hat die Zahlen zum dritten Quartal 2019 vorgelegt: Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr von 1,653 Milliarden US-Dollar auf 1,801 Milliarden US-Dollar und der Gewinn von 102 Millionen US-Dollar auf 120 Millionen US-Dollar. Vor allem die Desktop/Notebook-Sparte legte kräftig zu, wohingegen das Konsolengeschäft mit Blick auf die Next-Gen nachlässt und die neuen Eypc-Server-CPUs noch keinen großen Effekt hinterlassen konnten.

Im CPU/GPU-Segment ging der Umsatz von 938 Millionen US-Dollar kräftig auf 1,276 Milliarden US-Dollar nach oben, der Gewinn stieg von 100 Millionen US-Dollar auf 179 Millionen US-Dollar. Hintergrund sind vor allem die Ryzen 3000 alias Matisse, wobei sich laut Chefin Lisa Su gerade die teuren Modelle wie der Ryzen 9 3900X (Test) gut verkaufen, was gut für die Marge ist. Hinzu kommen die Ryzen 3000G alias Picasso (Test) und Grafikkarten wie die Radeon RX 5700 XT (Test), wo selbst Microsoft für den Surface Laptop 3 als Partner gewonnen werden konnte.

Weniger gut sieht es im Server- und Konsolengeschäft aus: Mit 525 Millionen US-Dollar statt 715 Millionen US-Dollar bei einem Gewinn von 61 Millionen US-Dollar statt 86 Millionen US-Dollar ist der Trend hier klar rückläufig. Rein auf die Eypc 7002 alias Rome bezogen, sei das dritte Quartal 2019 aber das umsatzstärkste seit 2006 gewesen und das, obwohl die Server-CPUs erst im August vorgestellt wurden. Die Prozessoren werden von Amazon, Dell, Google, HPE, IBM, Lenovo, Microsoft, Twitter und Tencent eingesetzt oder wurden bestellt - das dürfte sich im vierten Quartal zeigen. Zudem entstehen Supercomputer wie der Frontier oder der Archer2.

Ebenfalls relevant sind AMDs Schulden: Die reduzierten sich von 1,303 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf nunmehr 872 Millionen US-Dollar, wobei davon alleine 206 Millionen US-Dollar im dritten Quartal getilgt wurden. Für das vierte Quartal 2019 erwartet AMD einen Umsatz von 2,1 Milliarden US-Dollar und damit fast 50 Prozent mehr als vor einem Jahr.  (ms)


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