Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/hearthstone-blizzard-sperrt-us-studenten-wegen-hongkong-plakat-1910-144464.html    Veröffentlicht: 17.10.2019 10:12    Kurz-URL: https://glm.io/144464

Hearthstone

Blizzard sperrt US-Studenten wegen Hongkong-Plakat

Hearthstone-Spieler haben vor laufender Kamera ein Free-Hongkong-Schild hochgehalten. Sie wollten wohl herausfinden, ob Blizzard bei seinen strikten Regeln eine Ausnahme macht. Obwohl die Sperre auf sich warten ließ, wurde sie doch später vom Spielestudio ausgesprochen.

Bei politischen Nachrichten macht Blizzard keine Ausnahmen: Das Spielestudio hat US-Studenten für sechs Monate für Hearthstone-Turniere gesperrt. Das Team hielt ein Schild mit der Aufschrift "Free Hongkong Boycott Blizz" in die Kamera. "Jede Stimme bei Blizzard zählt und wir regen ausdrücklich dazu an, dass jeder in der Community seine Sichtweisen an vielen Stellen verbreitet, um sich auszudrücken. Allerdings muss der offizielle Broadcast vom Spiel und dem Wettbewerb handeln, und ein Ort sein, an dem alle willkommen sind", schreibt Blizzard in einer E-Mail an Teammitglied Casey Chambers.

Laut dem Spielemagazin Kotaku war es sogar die Absicht, das Unternehmen zu provozieren. Die Studenten wollten herausfinden, ob Blizzard im Fall von Chung Blitzchung Ng Wai eine Ausnahme gemacht hat. "Wir sind froh darüber, dass das American-University-Hearthstone-Team eine sechsmonatige Sperre vom Wettbewerb erhalten hat", schreibt Chambers auf Twitter. "Ich begrüße es, dass alle Spieler gleichbehandelt werden und niemand über den Regeln steht."

Bedenkzeit bei Blizzard

Allerdings hatte sich das Team zuvor schon freiwillig aus dem Wettbewerb zurückgezogen, weil das Spielestudio auf die politische Nachricht vorerst nicht reagiert hatte. Blizzards offizielle Sperre kam erst einige Zeit später. Sie passt sich zudem der gemilderten Strafe an, die Blizzard auch bei Blitzchung ausgesprochen hatte.

Ursprünglich wurde dieser für ein Jahr gesperrt und sein Preisgeld von 12.000 US.Dollar eingezogen. Nach einer empörten Reaktion durch Spieler und auch Politiker milderte Blizzard etwas später die Strafe ab - auf sechs Monate Turniersperre. Auch sein Geld bekam er zurück.  (on)


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