Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/muensterland-deutsche-glasfaser-bekommt-160-millionen-euro-foerderung-1910-144393.html    Veröffentlicht: 11.10.2019 16:49    Kurz-URL: https://glm.io/144393

Münsterland

Deutsche Glasfaser bekommt 160 Millionen Euro Förderung

Deutsche Glasfaser hat sich bei einer Ausschreibung gegen andere Bewerber durchgesetzt. Es soll das derzeit größte FTTH-Förderprojekt in Deutschland sein.

Der Kreis Warendorf im nordrhein-westfälischen Münsterland und Deutsche Glasfaser bauen das Glasfasernetz aus. Wie der Netzbetreiber am 11. Oktober 2019 mitteilte, sollen mit über 160 Millionen Euro Fördermitteln rund 15.000 Haushalte und Unternehmen an ein FTTH-Netz (Fiber To The Home) angeschlossen werden. 80 Millionen Euro kommen vom Bund und 64 Millionen Euro vom Land. Der Kreis selbst steuert einen Eigenanteil von 16 Millionen Euro bei.

"Der Glasfaserausbau gehört zu den größten Investitionen in der Geschichte des Kreises Warendorf und ist das derzeit in Deutschland größte Projekt dieser Art", sagte Olaf Gericke, Landrat des Kreises Warendorf.

"Kreisweit haben wir so etwa 30.000 Haushalte privatwirtschaftlich angeschlossen. Weitere über 15.000 geförderte Anschlüsse kommen jetzt dazu", sagte Uwe Nickl, Chef von Deutsche Glasfaser.

Nach dem Vertragsschluss mit dem Kreis Warendorf sei das Ziel, bereits 2020 mit dem Projekt zu starten. In den kommenden Jahren wolle Deutsche Glasfaser Schritt für Schritt die Bereiche angehen, in denen es bisher keinen privatwirtschaftlichen Glasfaserausbau gegeben habe. Das betreffe Gebiete mit Haushalten, die einen Internetanschluss mit einer Geschwindigkeit von weniger als 30 Megabit pro Sekunde haben. Das Ausbauprojekt gliedert sich in die beiden Teilprojekte Warendorf Nord und Warendorf Süd und umfasst 13 Kommunen.

Laut Angaben der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf (GfW) hat Deutsche Glasfaser die europaweite Ausschreibung unter mehreren Bietern gewonnen. Der Kreis Warendorf habe als einer der ersten geänderte Richtlinien für sich genutzt und könne nun das Ausbauprojekt mit Fördermitteln realisieren, erklärte die Gesellschaft. Die GfW koordiniert das Projekt im Auftrag des Kreises: 3.250 Kilometer Leerrohre werden für 9.100 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt.

 (asa)


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