Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/remote-play-together-steam-will-lokale-multiplayerspiele-streamen-1910-144365.html    Veröffentlicht: 10.10.2019 12:30    Kurz-URL: https://glm.io/144365

Remote Play Together

Steam will lokale Multiplayerspiele streamen

Lust auf eine Runde Sofa-Multiplayer - aber gerade ist sonst keiner da? Mit einer neuen Funktion von Steam können Spieler künftig von ihrem Rechner aus einen Freund per Spielestream mitmachen lassen.

Valve hat eine Funktion für Steam angekündigt, die als eine Art Ergänzung für lokale Multiplayerdienste in Spielen wie Rocket League gedacht ist. Gemeint sind alle Modi, bei denen Spieler zusammen mit Freunden vor Ort mit einem Monitor gemeinsam oder gegeneinander antreten, etwa im Splitscreen - oft heißt das umgangssprachlich Sofamodus oder so ähnlich.

Bei Valve trägt die Neuerung den Namen Remote Play Together, sie soll ab dem 21. Oktober 2019 in der Betaversion von Steam zur Verfügung stehen.

Mit Remote Play Together kann ein Spieler ein lokales Multiplayer starten und das Bild auf dem Monitor dann per Internet an Freunde streamen. Die können nach dem Akzeptieren der Einladung dann einfach mitspielen.

Die Funktionen sollen nur dann in Games zur Verfügung stehen, wenn die Entwickler dafür die grundsätzliche Freigabe erteilt haben. Zusätzlicher Programmieraufwand oder Anpassungen sollen nicht nötig sein.

Valve hat die Neuerung in einem nur Entwicklern zugänglichen Blog angekündigt. Mittlerweile ist die Beschreibung unter anderem bei Unity verfügbar; ein Mitarbeiter von Valve hat Remote Play Together bestätigt.

Nach aktuellem Wissensstand ist Remote Play Together für vier Teilnehmer ausgelegt. Bei entsprechend schneller Hardware und einer schnellen Onlineverbindung sollen aber auch mehr mitmachen können - wie viele maximal möglich sind, ist nicht bekannt.

Remote Play Together basiert auf dem schon länger verfügbaren Remote Play von Steam. Laut Valve läuft es mit einer Bildrate von 60 fps bei einer Auflösung von 1080p (1.920 x 1.080 Pixel), sofern das Internet eine Übertragungsgeschwindigkeit von 10 bis 30 Megabit pro Sekunde (MBit/s) schafft.

Wie flüssig sich das Ganze konkret anfühlt, dürfte allerdings stark vom jeweiligen Spiel und der Leistungsfähigkeit des Rechners von demjenigen abhängigen, der die Partien startet und die Einladungen verschickt. Bei ihm wird zum einen das Spiel berechnet und dann auch noch an alle Mitstreitenden übertragen. Um an der Beta teilzunehmen, müssen sich Interessierte im Optionsmenü von Steam mit einem Kreuzchen anmelden.  (ps)


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