Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/elektromobilitaet-daenemark-fordert-eu-weites-ende-von-verbrennerautos-1910-144296.html    Veröffentlicht: 07.10.2019 16:38    Kurz-URL: https://glm.io/144296

Elektromobilität

Dänemark fordert EU-weites Ende von Verbrennerautos

Europa will bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent werden. Für dieses Ziel strebt der dänische Umweltminister ein EU-weites Verbot für Neuzulassungen von Autos mit Verbrennungsantrieb an. Zumindest aber sollten einzelne Mitgliedsstaaten ein solches erlassen dürfen.

Kein Benzin und kein Diesel mehr: Elf Mitgliedsstaaten der Europäischen Union unter Führung von Dänemark fordern ein Verbot von Fahrzeugen mit Verbrennerantrieb. Den Vorschlag trug der dänische Vertreter bei einem Treffen der europäischen Umweltminister in Luxemburg vor.

Demnach sollen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) ab 2030 den Verkauf von Verbrennerautos verbieten können. Nur indem die Kohlendioxidemissionen im Straßenverkehr deutlich verringert würden, könne Europa das Ziel erreichen, bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent zu werden, sagte der dänische Umweltminister Dan Jørgensen. Schon bis zum Jahr 2030 will die EU den Kohlendioxidausstoß um 40 Prozent reduzieren.

Im vergangenen Jahr hatte Dänemark angekündigt, den Verkauf von Neuwagen mit Benzin- oder Dieselmotor ab dem Jahr 2030 verbieten zu wollen. Das Land hatte den Plan aber zurückgezogen, weil er gegen geltendes EU-Recht verstoßen hätte. Dänemark will deshalb erreichen, dass die einheitliche Regelung abgeschafft wird und die EU-Mitgliedsstaaten selbst über ein Verbrennerverbot entscheiden dürfen.

Mehrere EU-Mitgliedsstaaten planen bereits die Verkehrswende: Die Niederlande etwa würden sie gern schon Mitte der 2020er Jahre vollziehen - ebenso wie Norwegen, das kein Mitglied, aber eng mit der EU verbunden ist. Frankreich erwägt einen Ausstieg aus Verbennerneuzulassungen im Jahr 2040.

Der Plan A sei ein EU-weites Verbot, sagte Jørgensen der britischen Nachrichtenagentur Reuters nach dem Treffen mit seinen Amtskollegen. Falls sich die EU dazu aber nicht durchringen könne, sollten wenigstens einzelne Mitgliedsstaaten eine solche Maßnahme ergreifen dürfen.

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