Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/surface-neo-und-duo-microsoft-zeigt-gleich-zwei-dual-screen-konzepte-1910-144238.html    Veröffentlicht: 02.10.2019 18:50    Kurz-URL: https://glm.io/144238

Surface Neo und Duo

Microsoft zeigt gleich zwei Dual-Screen-Konzepte

Surface Neo und Surface Duo heißen Microsofts kommende Dual-Screen-Geräte. Das Duo ist ein Android-Smartphone inklusive Google-Play-Diensten. Das Neo ist etwas größer und verwendet ein speziell angepasstes Windows-OS mit Namen Windows 10X und eine Intel-CPU.

Lange haben Medien über ein Surface-Gerät mit zwei Bildschirmen spekuliert. Microsoft hat den Vorhang geöffnet und gleich zwei neue Dual-Screen-Konzepte vorgestellt: das Surface Neo und das Surface Duo. Das Neo hat zwei 9-Zoll-Bildschirme und verwendet mit Windows 10X eine speziell angepasste Version des Betriebssystems, das für die Nutzung von zwei Displays konzipiert wurde. Das Surface Duo wurde ebenfalls kurz gezeigt. Dabei handelt es sich um ein Android-Telefon mit zwei Bildschirmen, das allerdings erst im Winter 2020 erscheinen wird. Daher hält sich Microsoft mit Details noch zurück.

Wesentlich mehr haben wir über das Surface Neo erfahren: Es verwendet einen Intel-Chip der Generation Lakefield. Dieser ist ein Kombo-Design aus Core- und Atom-Kernen samt LPDDR4-Speicher in einem Package. Vorgestellt hat Intel den Chip bereits auf der CES 2019. Er passt in ein Gehäuse, dessen Hälften jeweils 5,6 mm dick sind. Auch ein USB-Typ-C-Port ist vorhanden. Das gesamte Gerät soll laut Microsoft 650 Gramm wiegen.

Die zwei 9-Zoll-LC-Panels haben einen Touchscreen und Stift-Digitizer. Das Surface Neo verwendet allem Anschein nach ebenfalls den Surface Slim Pen, der im Zusammenhang mit dem Surface Pro X gezeigt wurde. Er lädt sich induktiv am Gerät auf und wird daran magnetisch festgehalten. Die beiden Hälften sind nicht wie beim Samsung Galaxy Fold durchgängig verbunden, sondern haben eine sichtbare Abgrenzung. Dafür bestehen sie aus Gorilla-Glas, das weit weniger empfindlich ist. Das gilt auch für die Rückseite des Gerätes. Das Scharnier lässt sich um 360 Grad klappen.

Ob Windows 10X ein eigenes Betriebssystem ist oder nur ein Teilmodus von Windows 10, wurde nicht gesagt. Da das Surface Neo einen x86-Chip verwendet, sollten zumindest sämtliche Applikationen kompatibel sein. Windows 10X verhält sich allerdings etwas anders. So gibt es eine magnetische Mini-Tastatur, die an den unteren Bildschirm geheftet werden kann. Die Software erkennt diese und schaltet den Screen in den Touchpad-Modus um. Auch unterstützen einige Windows-Applikationen wie Office 365 eine Zwei-Bildschirm-Ansicht, in der jeweils verschiedene Informationen angezeigt werden.

Microsoft will sein Surface Neo ab 2020 verkaufen. Einen genauen Termin für das Konzept nannte der Hersteller noch nicht.

 (on)


Verwandte Artikel:
Microsoft: Surface Laptop 3 hat USB-C und setzt auf AMD   
(02.10.2019, https://glm.io/144228 )
Surface Hub 2S angesehen: Das Surface Hub, das auch in kleine Meeting-Räume passt   
(11.09.2019, https://glm.io/143730 )
Windows 10: Alternativer Tablet-Modus erinnert an Zeiten vor Windows 8   
(30.08.2019, https://glm.io/143536 )
Microsoft: Nutzer berichten von defektem WLAN nach Surface-Update   
(07.08.2019, https://glm.io/143034 )
Tab M7 und Tab M8: Lenovo präsentiert neue Einsteiger-Tablets   
(29.08.2019, https://glm.io/143526 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/