Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/huawei-freebuds-3-bluetooth-hoerstoepsel-mit-anc-im-airpods-stil-kosten-weniger-1909-143982.html    Veröffentlicht: 20.09.2019 08:49    Kurz-URL: https://glm.io/143982

Huawei Freebuds 3

Bluetooth-Hörstöpsel mit ANC im Airpods-Stil kosten weniger

Es gibt Neues zu den Bluetooth-Hörstöpseln Freebuds 3 von Huawei. Die True Wireless In-Ears im Stil von Apples Airpods werden weniger kosten als ursprünglich angekündigt. Wie bei Airpods wird es eine Komfort-Funktion nur für die eigenen Smartphones geben.

Erst vor zwei Wochen hat Huawei die Freebuds 3 auf der Ifa 2019 in Berlin vorgestellt. Eigentlich sollten die Bluetooth-Hörstöpsel mit ANC-Funktion im November 2019 für 200 Euro auf den Markt kommen. Aber anlässlich der Vorstellung des Oberklasse-Smartphones Mate 30 wurde das Erscheinungsdatum vorverlegt und der Preis für die True Wireless In-Ears gesenkt.

Die Freebuds 3 werden demnach bereits im Oktober 2019 erscheinen und für 180 Euro verkauft - also zum gleichen Preis wie die Airpods 2 von Apple ohne drahtloses Ladeetui. Der auf der Presseveranstaltung in München genannte Termin im Oktober gilt allerdings nicht für den deutschen Markt. Huawei teilte auf Nachfrage von Golem.de mit, dass die Frebuds 3 in Deutschland nach wie vor erst einen Monat später erscheinen, sie sollen Mitte November hierzulande zu haben sein. Huawei will die Freebuds 3 in den Farben Weiß und Schwarz auf den Markt bringen.

Die Freebuds 3 von Huawei ähneln den Airpods von Apple. Auch die Huawei-Stöpsel werden also mehr ins Ohr gehängt, während die meisten anderen Hersteller darauf setzen, dass die Stöpsel ins Ohr hineingedreht werden, damit sie nicht versehentlich herausfallen können.

ANC zur Lärmreduzierung

Die neuen Huawei-Hörstöpsel sind mit ANC-Technik versehen. Active Noise Cancelling (ANC) dient dazu, störende Umgebungsgeräusche zu verringern, indem für diese ein passender Gegenschall erzeugt wird. Damit können vor allem niederfrequente Bereiche gut gefiltert werden, wenn das ANC entsprechend leistungsfähig ist.

Die ANC-Funktion in den Freebuds soll Außengeräusche beim Telefonieren und Musikhören erheblich reduzieren. Dabei werde die Intensität der Geräuschunterdrückung für jede individuelle Form des Gehörgangs angepasst, verspricht der Hersteller. Der ANC-Modus kann mit einem Doppeltipp auf den linken Stöpsel ein- und ausgeschaltet werden.

Mit einem Doppeltipp auf den rechten Stöpsel wird die Musikwiedergabe angehalten oder fortgesetzt. Außerdem haben die Hörstöpsel eine Ohrerkennung: Die Wiedergabe wird gestoppt, wenn die Freebuds 3 aus dem Ohr genommen werden. Sobald sie sich wieder im Ohr befinden, wird die Musik erneut gestartet. Die Ohrerkennung steht aber laut Produktwebseite nur für Huawei-Smartphones zur Verfügung, wenn auf diesen mindestens Emui 10 läuft. Wer die Hörstöpsel mit einem älteren Huawei-Smartphone oder einem Modell eines anderen Herstellers nutzt, wird die Funktion nicht nutzen können.

Freebuds laufen mit Kirin A1

In den Freebuds steckt ein von Huawei entwickelter Prozessor mit der Bezeichnung Kirin A1, der auch für einen möglichst guten Klang sorgen soll. Für den Klang sind 14-Millimeter-Treiber in den Hörstöpseln eingebaut, die eine sehr gute Stimmwiedergabe bieten sollen. Zudem kümmert sich der Kirin A1 um eine möglichst stabile Bluetooth-Verbindung, er unterstützt dabei bereits Bluetooth 5.1 sowie Bluetooth 5.1 LE.

Ferner betont Huawei eine besonders geringe Energieaufnahme der Hörstöpsel. Der Nutzer merkt davon allerdings nichts, denn die Hörstöpsel liefern nach Herstellerangaben ledglich eine Akkulaufzeit von vier Stunden. Damit liegen die Freebuds deutlich unterhalb der Konkurrenz, die mittlerweile teilweise das Doppelte erreichen. Jabra hat auf der Ifa 2019 etwa die Elite 75t vorgestellt - mit einer Akkulaufzeit von 7,5 Stunden. Schon das Vorgängermodell Elite 65t schaffte fünf Stunden.

Akkulaufzeit auf niedrigem Niveau

Wie bei True-Wireless In-Ears üblich, gibt es auch zu der Huawei-Ausführung ein Ladeetui, in der die Hörstöpsel bei Nichtnutzung sicher verwahrt werden können. Zudem werden die Akkus darin aufgeladen - mit dem runden Ladeetui soll eine maximale Laufzeit von 20 Stunden erreicht werden.

Das Ladeetui unterstützt standardmäßig drahtloses Aufladen, hat aber auch einen USB-C-Anschluss. Zum Vergleich: Wer die neuen Airpods 2 mit drahtlosem Ladeetui kauft, zahlt dafür einen Aufpreis von 50 Euro, wenn er sich gleich für das Modell mit drahtloser Lademöglichkeit entscheidet.

Nachtrag vom 20. September 2019, 10:15 Uhr

Golem.de hat bei Huawei nachgefragt, ob die Freebuds 3 auch in Deutschland bereits im Oktober 2019 erscheinen. Und anders als auf der Huawei-Veranstaltung angegeben, werden die Freebuds 3 in Deutschland erst Mitte November 2019 auf den Markt kommen. Wir haben den Artikeltext entsprechend aktualisiert.

 (ip)


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