Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/chatsoftware-slack-verkauft-cloud-in-frankfurt-als-lokales-hosting-1909-143822.html    Veröffentlicht: 12.09.2019 11:16    Kurz-URL: https://glm.io/143822

Chatsoftware

Slack verkauft Cloud in Frankfurt als lokales Hosting

Slack will auch außerhalb der USA das Speichern von Daten anbieten - angefangen mit Frankfurt am Main. Das dürfte einigen Kunden gefallen. Allerdings ist das Speichern in der lokalen Cloud eigentlich nicht mit lokalem Hosting gleichzusetzen.

Das Softwareunternehmen Slack will künftig Datenstandorte außerhalb der USA anbieten. Ein erster Standort wird Frankfurt am Main sein. Das Unternehmen will damit laut eigenen Aussagen in Sektoren, die lokale Datenhaltung für wichtig erachten, expandieren. Das sind etwa Organisationen im Finanzsektor oder Behörden.

"Es ist noch gar nicht so lange her, da war lokal installierte Software die Regel - und die Datenspeicherung ziemlich einfach, denn deine Daten waren immer bei dir", schreibt Slack in der Ankündigung. Das Unternehmen verkauft sein Cloud-Hosting als lokales Hosting. Es sollte beachtet werden, dass Informationen weiterhin nicht lokal abgelegt werden. Allerdings ist zumindest die Speicherung in Deutschland - und damit im Rahmen lokaler Datenschutzbestimmungen - für einige Unternehmen sicherlich schon ein Argument.

Speichern personenbezogener Daten

Slack wird diverse private Daten auf lokalen Rechenzentren speichern. Das Unternehmen spricht von Chatverläufen, Dateien und Suchanfragen der Nutzer. Die Entwickler betonen, dass die Daten bei der Übertragung verschlüsselt sind. Die lokale Datenspeicherung gelte nicht für Drittanbieter - etwa von Addons für die Chatsoftware. Diese können selbst bestimmen, wo sie ihre Daten speichern. Bereits bestehende Kunden können ihre Daten in lokale Rechenzentren im Nachhinein migrieren, versichert Slack.

Derzeit befindet sich das lokale Hosting noch in der Betaphase. Slack möchte zudem neben Frankfurt weitere Standorte in Europa und anderen Kontinenten außerhalb der USA anbieten. Derzeit speichert das Unternehmen Informationen seiner etwa 10 Millionen Nutzer ausschließlich dort.  (on)


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