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Analyst von Canalys

Für Apple wird es ohne 5G in China "äußerst schwierig"

Laut Marktanalysen braucht ein neues Smartphone in China spätestens ab dem nächsten Jahr 5G. Das bietet das neue iPhone jedoch nicht.

Das Fehlen von 5G in der neu angekündigten iPhone-11-Reihe wird für Apple ab Mitte 2020 ein Problem sein, wenn Analysten erwarten, dass Chinas Smartphone-Markt die Nachfrage nach Endgeräten schnell ansteigen lässt. Das sagte Jia Mo, ein Analyst des Forschungsunternehmens Canalys der Nachrichtenagentur Bloomberg. In China ist Apple unter den Top 5 der Smartphonehersteller und kämpft gegen die Konkurrenten Huawei Technologies, Oppo und Xiaomi. Laut Jia wird es für Apple "äußerst schwierig, seine Position zu behaupten".

Die iPhones bieten Gigabit-fähiges LTE mit 4x4 MIMO, WLAN 6 mit 2x2 MIMO-Antennenausstattung sowie Bluetooth 5.0. Laut dem Analysten wird es für Apple "äußerst schwierig" sein, ohne 5G in China seine Position in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres zu behaupten.

China ist für Apple der größte Markt nach den USA. Das Land ist auf dem besten Weg, bis Ende des Jahres mindestens 150.000 5G-Stationen fertigzustellen, so viele wie in keinem anderen Land, sagte Chris Lane, Analyst bei Bernstein und zuvor Strategy Director der Vodafone Group. Lane schätzt, dass Südkorea mit 75.000 den zweiten Platz einnehmen werde, während die USA bis zum Jahresende 10.000 solcher Standorte haben werde. Apple weist wegen des Rückgangs der globalen Nachfrage seit Anfang des Jahres die rückläufigen Zahlen der verkauften iPhones nicht mehr aus.

Das neue iPhone 11 beginnt in China bei einem Verkaufspreis von 5.499 Yuan, während die aktuellen Premium Modelle von Oppo und Xiaomi rund 3.000 Yuan kosten. Huawei verlangt in der Super-Premium-Kategorie höchstens 6.300 Yuan, hier kostet das iPhone 11 Pro von Apple 8.699 Yuan.

Das neue Mate 30 Pro von Huawei wird über den Kirin 990 5G-Prozessor des Unternehmens verfügen, dass das 5G-Modem direkt auf dem Chip integriert, statt dafür ein externes Modem zu verwenden. Es handelt sich um eine Eigenentwicklung, die Frequenzen im Unter-6-Ghz-Bereich unterstützt. Auf den Standard mmWave verzichtet Huawei allerdings. Im Gegensatz zum eigenständigen Modem Balong 5000, das Huawei Anfang 2019 vorgestellt hat, ist die Datenrate des im Kirin 990 integrierten Moduls mit 2,3 zu 4,6 GBit/s etwas geringer.

Xiaomi und Oppo stellen ihre neuesten 5G-Telefone in China vor, während Samsung Electronics bereits sein erstes 5G-Smartphone für das Land angekündigt hat. Vivo, der zweitgrößte Handyhersteller in China, wird nächste Woche sein 5G-Flaggschiffmodell vorstellen.  (asa)


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