Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/lenovo-ideapad-s540-im-hands-on-amd-ryzen-sucht-gutes-notebook-1909-143672.html    Veröffentlicht: 06.09.2019 08:03    Kurz-URL: https://glm.io/143672

Lenovo Ideapad S540 im Hands-On

AMD Ryzen sucht gutes Notebook

Das Lenovo Ideapad S540 wirft erstmal eine Frage auf: Wo ist das Touchpad? Auch andere Spezifikationen sind ungewöhnlich: Ein 16:10-Panel und eine AMD-Ryzen-CPU machen uns neugierig. Wir probieren das 13-Zoll-Notebook aus.

AMD-Enthusiasten haben es bei der Suche nach einem Notebook nicht immer leicht: Lenovo stellt auf der Ifa einen möglichen Kandidaten vor: Das 13-Zoll-Notebook Ideapad S540 wird es auch mit Ryzen 7 3700U und integrierter RX-Vega-10-GPU geben. Das ausgestellte Modell verwendet einen Intel-Prozessor der kürzlich angekündigten Generation Comet Lake, eine integrierte Iris-GPU und 8 GByte RAM. Es wird allerdings auch Versionen mit 16 GByte Arbeitsspeicher geben.

Schnell fällt uns auf: Das Touchpad hebt sich nicht sichtbar vom Rest des Notebooks ab. Stattdessen ist die gesamte Handballenauflage und obere Schale in einer weißen Klavierlackoptik gehalten. Die fühlt sich durch die kunststoffähnliche Haptik nicht sehr hochwertig an. Außerdem lässt sich die Schale um die Tastatur relativ leicht eindrücken, was teilweise sogar die Maustasten aktiviert.

Dass sich Lenovo für dieses Design entschieden hat, finden wir schade. Denn der Rest des komplett weißen Gehäuses besteht aus anodisiertem Aluminium und vermittelt einen guten Eindruck. Die Haptik erinnert an Geräte der Yoga-Serie, deren Vertreter ihrerseits aus Aluminium und Kunststoff bestehen. Die Ränder des Touchpads erkennen wir an den Eckmarkierungen, die allerdings kaum hervorstehen. Optisch mag das außergewöhnlich wirken, praktisch ist es leider nicht.



Das Problem ist nämlich: Wir können nicht erfühlen, wo die Sensorfläche aufhört, weshalb Fehleingaben und entsprechende Verwirrung vorprogrammiert sind. Des Öfteren verwechseln wir den linken mit dem rechten Mausklick oder wir finden die entsprechenden Tasten nicht ohne Hinschauen.

Bei der Tastatur bleibt Lenovo ebenfalls flach. Wie die Tastatur des Thinkbook 13s erinnert das Keyboard an eine Thinkpad-Tastatur mit sehr ähnlichen Tastenkappen. Allerdings sind die einzelnen Tasten spürbar flacher. Wir finden den Druckpunkt gut, den geringen Schaltweg aber etwas gewöhnungsbedürftig.

16 zu 10 kann auch geh'n

Gut finden wir das 13 Zoll große 16:10-Display mit einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln und möglichst dünnen Displayrändern. Dadurch bleibt das System mit 300 x 209 x 16 mm kompakt. Allerdings spiegelt das Panel in all dem Umgebungslicht etwas stark. Die angegebenen 300 cd/m² Ausleuchtung dürfte es knapp erreichen.

An dem 1,4 Kilogramm schweren Chassis sind zudem ein USB-A-Port und zwei USB-C-Buchsen vorhanden - ausreichend für den Arbeitsalltag. Auch dürfte der 56-Wattstunden-Akku unterwegs eine Weile halten. Lenovo gibt Laufzeiten von 16 Stunden an. Bei normaler Benutzung können wir uns eher 9 bis 10 Stunden vorstellen.

Wir begrüßen die Idee, dass Lenovo versucht, neben Prozessor-Updates ein paar neue Design-Ideen in seine Produkte einfließen zu lassen. Durch die Umgewöhnung bei der Bedienung ist unsere Suche nach einem passenden AMD-Notebook allerdings für uns nicht beendet.

 (on)


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