Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/dsl-telekom-uebertrifft-bei-50-megabit-die-kabelreichweite-1909-143666.html    Veröffentlicht: 05.09.2019 13:35    Kurz-URL: https://glm.io/143666

DSL

Telekom übertrifft bei 50 Megabit die Kabelreichweite

Die Telekom freut sich, in einem relativ niedrigen Bereich das Kabelnetz überholt zu haben. Doch bei Gigabit liegt Vodafone klar vorne.

Die Telekom hat mit einer Datenübertragungsrate von 50 MBit/s eine höhere Reichweite als die Kabelnetzbetreiber. Das gab Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden Telekom Deutschland, am 5. September 2019 auf der Ifa in Berlin bekannt. Hagspihl berief sich dabei auf Angaben des konkurrierenden Branchenverbands Breko.

"Damit haben wir es zum ersten Mal seit vielen Jahren geschafft, die Reichweite der Kabelgesellschaften bei einer Bandbreite von 50 Megabit zu übertreffen", sagte Hagspihl.

Vodafone und Unitymedia haben jedoch bereits 11 Millionen gigabitfähige Haushalte, davon 1,6 Millionen bei Unitymedia. Davon ist die Telekom noch weit entfernt. Dies ist auch mit Vectoring nicht erreichbar, nur wenn das Netz auf FTTH (Fiber To The Home) ausgebaut wird. Im Kabelnetz ist die hohe Datenrate nur realisierbar, wenn die Netzbetreiber die Nodes nicht überbuchen, sondern rechtzeitig ausbauen und auch hier das Glas näher zum Kunden bringen.

Mit weit mehr als 500.000 Kilometer Länge habe die Telekom nach eigenen Angaben das größte Glasfasernetz in Deutschland. So können mehr als 30 Millionen Haushalte durch VDSL, Vectoring und Super Vectoring Datenübertragungsraten von 50 MBit/s bis zu 250 MBit/s nutzen, 1,1 Millionen Haushalte erreichen 1 GBit/s. Das Glasfasernetz von Vodafone Deutschland soll laut Angaben vom Januar 2019 mehr als 400.000 Kilometer umfassen. Ob hier von Vodafone Koaxial und FTTH zusammengerechnet werden, ist unklar. Eine jüngste Aussage deutet darauf hin: "Unitymedia hatte immer schon sehr viel Glasfaser in seinen Gebieten, da haben wir immer neidisch geguckt. Wir bringen die Netze jetzt auf allen Ebenen zusammen", sagte Gerhard Mack, Chief Technology Officer bei Vodafone Deutschland, am 2. September 2019.

 (asa)


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