Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/asus-studiobook-pro-x-ausprobiert-sieht-gewollt-nach-arbeit-aus-1909-143610.html    Veröffentlicht: 04.09.2019 14:00    Kurz-URL: https://glm.io/143610

Asus Studiobook Pro X ausprobiert

Sieht gewollt nach Arbeit aus

Grau, schlicht und wenige Farbakzente: Schon das Aussehen des Asus Studiobook Pro X lässt einen professionellen Anspruch vermuten. Der bestätigt sich beim ersten Ausprobieren des leistungsfähigen Notebooks, das 4K-Panel mit 120 Hz Bildfrequenz und 16:10-Seitenverhältnis fällt dabei direkt auf.

Eine raue Textur am Deckel und ein schlichtes Grau sprechen für den professionellen Anspruch, den das Proart Studiobook bedienen will. Dass das Gerät von Asus stammt, erkennen wir an den typischen bronzenen Akzenten und dem Asus-Schriftzug. Die Taiwaner steigen mit gleich fünf dieser Notebooks in den Workstation-Markt für Grafiker ein. Ein sechstes Gerät, das Studiobook One, soll folgen.

Golem.de konnte sich das High-End-Gerät Studiobook Pro X vorab näher anschauen. Das wird gleich mit Core i7-9700H oder mit Xeon E-2276M und Quadro-RTX-5000-Grafikeinheit verkauft. Außerdem gibt es Versionen mit zwei NVMe-SSDs, die Asus im RAID 0 zu einem Laufwerk verbindet. Damit sind theoretisch etwa 6 GByte/s an Lesegeschwindigkeit möglich. Wenig externe Laufwerke schaffen diese Datenraten. Allerdings wäre es denkbar, dass wir damit eine große Datei verschieben - etwa auf eine USB-SSD - und gleichzeitig weitere Arbeiten ohne Leistungseinbußen erledigen können.

Uns gefällt die geriffelte Textur des Notebooks gut, sie hebt die Serie von anderen Produkten des Herstellers ab. Das Chassis wirkt solide verarbeitet und ist für ein 17-Zoll-Gerät gar nicht zu klobig. Das liegt an den relativ schmal gehaltenen Displayrändern. Außerdem ist das LC-Display, das wir übrigens um 180 Grad neigen können, an einem grauen Berliner Morgen hell genug, wenn auch nicht übermäßig leuchtstark.

Das Panel hakt vieles ab

Die 4K-Auflösung und die Bildfrequenz von 120 Hz sind einen Blick Wert. Uns gefällt zudem das Seitenverhältnis von 16:10, das mehr vertikales Sichtfeld bietet. Zudem soll das Panel Inhalte sehr farbecht mit einer Genauigkeit von Delta E um den Wert eins darstellen. Es deckt laut Hersteller 100 Prozent des Adobe-RGB-Farbraums ab.

Für professionelle Anwender sind beim Studiobook Pro reichlich Anschlüsse vorhanden: HDMI, zwei USB-A-Buchsen und ein SD-Kartenleser auf der linken, zwei Thunderbolt-3-Ports, ein weiterer USB-A-Anschluss und erfreulicherweise RJ-45 für Gigabit auf der rechten Seite. Mehr Anschlüsse können wir bei einer mobilen Workstation eigentlich nicht verlangen. Wir begrüßen dabei die Entscheidung, dass Asus gleich zwei Thunderbolt-3-Buchsen verbaut. Darüber lassen sich beispielsweise zwei weitere Bildschirme anschließen - und die benötigen einige Grafiker.

Asus hat sich der an Gaming erinnernden Tastatur einiger Vorserienmodelle des Probook entledigt und eine weitaus angemessenere Lösung verbaut. Die Tasten haben einen relativ leichten und flachen Druckpunkt und sind angenehm zu tippen. Die Tastenkappen haben zudem kaum Spiel, was zum guten Eindruck der Verarbeitung beiträgt. Besonders: Die Pfeiltasten sind vom Tastaturlayout separiert und ebenfalls in voller Größe vorhanden. Damit können wir leichter durch 3D-Modelling-Programme navigieren.

Das Screenpad gibt es nur beim teuren Modell

Ausprobieren konnten wir gleich die zweite Version des Screenpads. Das Display im Touchpad gibt es nur beim teuren Modell dazu, während Asus bei den preiswerteren Varianten einen virtuellen Nummernblock verbaut. Die GUI hat der Hersteller ein wenig angepasst. Wir können Bildschirminhalte jetzt schneller mit dem Ziehen des Fensters über das entsprechend eingeblendete Symbol nach unten verschieben.

Außerdem können wir Lesezeichen von Programmen in einer an Android oder iOS erinnernden Übersicht anordnen. Gerade in ein produktives Gerät wie dieses passt das Screenpad 2.0 gut hinein, wenn wir dort etwa unsere Ebenenübersicht in Photoshop oder die Videovorschau in Adobe Premiere CC anzeigen können.

Natürlich ist das Probook X mit 4.300 Euro kein preiswertes Gerät. Das soll aber auch nicht der Anspruch der Serie sein. Stattdessen liefert Asus eine interessante Workstation ab, die an vielen Ecken durchdacht wirkt - eine willkommen nüchterne Abwechslung zu einigen eher skurrileren Geräten des Herstellers.

 (on)


Verwandte Artikel:
Zenbook 14 und 15: Asus verbessert das Notebook mit dem Display im Touchpad   
(30.08.2019, https://glm.io/143546 )
Zephyrus G GA502 im Test: Das Gaming-Notebook, das auch zum Arbeiten taugt   
(16.08.2019, https://glm.io/143120 )
Screwed Drivers: Viele Sicherheitslücken in Hardware-Treibern   
(12.08.2019, https://glm.io/143153 )
Proart Display PA32UCG: Asus baut Produktivmonitor mit möglichst viel Ausstattung   
(04.09.2019, https://glm.io/143613 )
ROG Swift PG35VQ: Asus' 35-Zoll-Display nutzt 200 Hz, HDR und G-Sync   
(29.07.2019, https://glm.io/142826 )

© 1997–2021 Golem.de, https://www.golem.de/