Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/kickstarter-retrostone-2-ist-ein-game-boy-mit-lc-display-und-ethernet-1908-143415.html    Veröffentlicht: 24.08.2019 12:34    Kurz-URL: https://glm.io/143415

Kickstarter

Retrostone 2 ist ein Game Boy mit LC-Display und Ethernet

Er sieht aus wie eine Mischung aus SNES-Controller und Game Boy: Der Retrostone 2 ist eine mobile Spielekonsole, auf der Gamer ihre alten Spiele als Emulation spielen können. Ungewöhnlich: Mit USB, HDMI und Ethernet eignet sich das System auch als Standkonsole am Fernseher.

Der Entwickler Pierre-Louis Boyer finanziert derzeit auf Kickstarter den Retrostone 2. Dabei handelt es sich um eine Handheld-Spielekonsole, die stark an den Nintendo Game Boy erinnert. Statt einer grünschwarzen Dotmatrix verwendet das Gerät allerdings ein LCD-Display mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixeln. Die Minikonsole hat vier farbige Aktionstasten auf der rechten Seite, ein Steuerkreuz auf der linken Seite und zwei Systemtasten dazwischen. Das Layout entspricht dem eines SNES-Controllers - allerdings ohne Schultertasten.

Das Chassis des Retrostone 2 wird im Spritzgussverfahren hergestellt. Es ist in diversen Farben - neben Grau beispielsweise auch in dem an den Game Boy Color erinnernden halbtransparenten Blau - verfügbar. Im Innern steckt ein selbstentwickeltes Mainboard, auf dem ein Allwinner A20-Prozessor mit zwei ARM-Kernen installiert ist. Außerdem sind 8 GByte NAND-Flash und 1 GByte DDR-Arbeitsspeicher verlötet. Ungewöhnlich für eine solche Konsole ist ein RJ45-Port für 100-Mbit/s-Ethernet. Drei weitere USB-A-Ports und eine HDMI-Buchse in voller Größe sollen die Nutzung des Retrostone 2 als stationäre Konsole am Fernseher ermöglichen. Controller können dabei auch per Bluetooth verbunden werden.

Nur lizenzfreie ROMS nutzen

Auf dem Retrostone 2 ist das Linux-Betriebssystem Retrorangepie vorinstalliert, das auf Retropie basiert und für Allwinner-CPUs optimiert ist. Einige Entwickler haben eigene Spiele als ROMs für das OS entwickelt, die dort bereits integriert sind. Weitere Games können per SD-Karte oder USB auf das System geladen werden. Der Entwickler gibt an, dass es davon einige gibt, die nicht lizenzgeschützt sind und daher legal verwendet werden können.

Boyer konnte sein Projekt bereits mit fast 110.000 Euro finanzieren. Interessenten können dort einsteigen und sich einen Retrostone 2 vorbestellen. Er kostet mit 8-GByte-SD-Karte 130 Euro und wird weltweit ausgeliefert. Ein Zweierpack kostet derzeit 235 Euro. Die Auslieferung beginnt im Dezember 2019.

 (on)


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