Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/p3-group-wo-die-mobilfunkqualitaet-in-deutschland-am-niedrigsten-ist-1908-143407.html    Veröffentlicht: 23.08.2019 18:00    Kurz-URL: https://glm.io/143407

P3 Group

Wo die Mobilfunkqualität in Deutschland am niedrigsten ist

Die Qualität des Mobilfunks in Deutschland ist in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich. Dort, wo Funklöcher gerade ein wichtiges Thema sind, ist die Versorgung gar nicht so schlecht.

Die Netzqualität im Mobilfunk schwankt in Deutschland je nach Bundesland stark. Wie der Spiegel berichtet, kommt eine aktuelle Untersuchung der Beratungsgesellschaft P3 Group zu dem Ergebnis: Die schlechteste Mobilfunkversorgung gibt es im Westen Deutschlands im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Auch das Netz in Baden-Württemberg ist unterdurchschnittlich.

Die drei Bundesländer, in denen in den nächsten Wochen gewählt wird, liegen über oder nur knapp unter dem Bundesdurchschnitt. In Sachsen, Thüringen und Brandenburg sind Funklöcher und schlechte Übertragungsqualität ein wichtiges Thema im Wahlkampf. Bei einem Vergleich der drei Netzbetreiber liegt Telefónica (O2) weit hinter Vodafone und der Deutschen Telekom, die im Bundesdurchschnitt den ersten Platz bei der Netzqualität belegt.

Das deutsche Mobilfunknetz ist insgesamt allerdings immer noch schlechter als in den umliegenden Ländern wie etwa Polen und Tschechien, die auf eine höhere Punktzahl bei der Qualität kommen. P3 erhebt den Zustand des Mobilfunksystems mithilfe vieler Tausender Nutzer von Apps. Diese zeichnen die Signalstärke und die Datenübertragungsrate auf und senden die Daten anonymisiert an die Beratungsfirma.

Für andere Messungen werden von der P3 Group Testfahrzeuge mit Smartphones ausgesandt. Getestet wird mit Tausenden Anrufen, Sprachsamples, Zugriffen auf Live-Webseiten und HTTP-Übertragungen von Dateien.

In Deutschland liegt die Telekom laut einer Messung des P3-Instituts im Auftrag der Grünen mit einer LTE-Abdeckung von 75,1 Prozent vorn. Die LTE-Mobilfunkabdeckung von Telefónica lag im Dezember 2018 bei gerade einmal 46,8 Prozent, Vodafone war mit 56,7 Prozent nur geringfügig besser.

 (asa)


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