Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/carver-elektro-kabinenroller-als-dreirad-mit-neigetechnik-1908-143393.html    Veröffentlicht: 23.08.2019 08:45    Kurz-URL: https://glm.io/143393

Carver

Elektro-Kabinenroller als Dreirad mit Neigetechnik

Unter dem Namen Carver soll ein Kabinenroller mit E-Antrieb entstehen. Das niederländische Unternehmen war um die Jahrtausendwende herum mit dem gleichen Fahrzeugkonzept schon einmal gescheitert, setzte damals aber auf einen Verbrenner.

Der neue Carver ist ein Kabinenroller mit zwei hintereinander angeordneten Sitzen, der mit einem kleinen Elektromotor angetrieben wird und mit einer Akkuladung 100 km weit kommen soll. Das Besondere an dem Fahrzeug ist seine Neigetechnik, die es erlaubt, sich wie bei einem Motorrad bis zu 45 Grad in die Kurve zu legen.

Das Fahrzeug wurde schon einmal mit einem Daihatsu-Dreizylinder angeboten, doch der Hersteller musste wegen zu geringer Verkaufszahlen, die wohl auch durch den damaligen Preis von 60.000 Euro verursacht wurden, Insolvenz anmelden. Die neue Version soll nicht nur günstiger sein, sondern dank Elektroantrieb auch agiler.

Der Carver steht auf drei Rädern - vorne eines und hinten zwei. Sowohl hinten als auch vorn arbeitet jeweils ein Elektromotor mir jeweils 2 kW Leistung und einem maximalen Drehmoment von 150 Nm. So beschleunigt der Carver nach Herstellerangaben von 0 auf 45 km/h in etwa 8 Sekunden. Das ist auch die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs, der als überdachter Rollerersatz geplant ist. Das Dach lässt sich öffnen und der Kofferraum von 75 Litern Fassungsvermögen erlaubt ein breites Einsatzspektrum des Fahrzeugs.

Der Akku mit einer Kapazität von 5,3 kWh soll eine Reichweite von 100 km erlauben. Die Aufladung erfolgt über eine normale Steckdose in etwa 6,5 Stunden.

Der Carver soll ab Herbst 2019 für rund 8.000 Euro angeboten werden. Durch die Geschwindigkeits- und Leistungsbeschränkung wird er als Leichtfahrzeug behandelt und kann künftig mit Versicherungskennzeichen ausgerüstet und mit der Führerscheinklasse AM gefahren werden. Testfahrten werden derzeit vom Hersteller laut Website nur in den Niederlanden angeboten.

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