Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/kopfhoereranschluss-samsung-macht-sich-nicht-mehr-ueber-das-iphone-lustig-1908-143113.html    Veröffentlicht: 09.08.2019 13:33    Kurz-URL: https://glm.io/143113

Kopfhöreranschluss

Samsung macht sich nicht mehr über das iPhone lustig

Früher machte sich Samsung in einer Reihe von Werbevideos über das iPhone ohne Klinkenanschluss lustig. Nach der Veröffentlichung des Galaxy Note 10 hat der Hersteller diese Spots klammheimlich gelöscht - nicht ohne Grund.

Samsung hat eine Reihe von älteren Werbespots gelöscht, in denen sich der südkoreanische Hersteller über Apple und dessen iPhone lustig macht. Das berichtet unter anderem Cnet. Der Grund für diesen Vorgang dürfte einer der in den Videos angesprochenen Punkte sein: der nicht mehr vorhandene Klinkenanschluss für Kopfhörer.

Als Apple erstmals auf diesen Anschluss verzichtete, verbaute Samsung in seinen Modellen noch Klinkenbuchsen. Mit dem neuen Galaxy Note 10 und Galaxy Note 10+ ist damit allerdings Schluss: Samsung setzt wie die meisten Konkurrenten auf einen USB-C-Anschluss, über den Nutzer ihr Smartphone nicht nur aufladen, sondern auch einen Kopfhörer anschließen.

Entfernen von Werbespots rückt diese wieder in die Öffentlichkeit

Die älteren Werbespots scheinen Samsung nun etwas peinlich zu sein. Das ist durchaus verständlich, greift man doch zu dem gleichen Mittel, das man bei Apple damals noch bemängelt hatte. Möglicherweise hätte Samsung aber weniger Aufmerksamkeit erregt, wenn das Unternehmen die Videos einfach online gelassen hätte - Stichwort Streisand-Effekt.

Als einen der Gründe, weshalb der separate Kopfhöreranschluss abgeschafft wurde, geben Samsung-Vertreter einen etwas größeren Akku an, wie The Verge berichtet. Golem.de gegenüber hat ein Vertreter des Unternehmens auch die flache Bauweise des Gehäuses als Grund genannt.

Samsung liefert passende USB-C-Kopfhörer der Firmentochter Harman & Kardon mit, allerdings keinen Adapter, mit dem Nutzer ihre Kopfhörer mit Klinkenanschluss verwenden können. Diesen müssen sich Käufer zusätzlich kaufen - etwas unverständlich angesichts von Preisen zwischen 950 und 1.200 Euro.

 (tk)


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