Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/raytracing-shooter-remedy-senkt-systemanforderungen-fuer-control-1908-142968.html    Veröffentlicht: 04.08.2019 12:22    Kurz-URL: https://glm.io/142968

Raytracing-Shooter

Remedy senkt Systemanforderungen für Control

Entwickler Remedy hat neue Systemanforderungen für Control genannt, die deutlich niedriger liegen als die, welche bisher im Epic Games Store veröffentlicht wurden. Nun reichen eine Geforce GTX 780 oder Radeon R9 280X ohne und eine Geforce RTX 2060 mit Raytracing-Effekten.

Remedy hat die Hardware-Spezifikationen für die PC-Version von Control überarbeitet: Diese wurden ursprünglich vor zwei Wochen schon einmal im Epic Games Store gelistet, dort verkauft der Entwickler den 3rd-Person-Shooter vorerst exklusiv. Die neuen Angaben sind weitaus weniger fordernd als bisher, gerade was die Grafikkarte und den Prozessor anbelangt.

Bisher sprach das Studio minimal von einem Core i5-7500 oder Ryzen 3 1300X mitsamt einer Geforce GTX 1060 (6 GByte) oder Radeon RX 580. Die beiden Pixelbeschleuniger sind vor drei Jahren erschienen und kosten derzeit immerhin knapp 200 Euro. Nun nennt Remedy einen Core i5-4690 oder einen FX-4350, außerdem eine Geforce GTX 780 oder eine Radeon R9 280X. Diese beiden Karten sind deutlich langsamer als eine Geforce GTX 1060 oder Radeon RX 580, die zwei neueren Modelle liegen um grob 50 Prozent vorne.

Zuvor hatten die Entwickler einen Core i5-8600K mit sechs Kernen oder einen AMD Ryzen 7 2700X mit acht Kernen empfohlen, dazu eine Geforce GTX 1080 Ti oder eine Radeon VII. Nun wurden die Anforderungen auf eine Georce GTX 1060 oder Radeon RX 580 gesenkt - sprich das, was bisher das Minimum war. Wer Raytracing nutzen möchte, sollte Remedy zufolge wenigstens eine Geforce GTX 2060 verwenden, empfohlen wurde hingegen gleich eine Geforce RTX 2080. Nun sieht Remedy eine Geforce GTX 2060 als Basis vor.

Control wird Raytracing für eine indirekte Beleuchtung, für Schatten und für Reflexionen auf opaken (nicht durchsichtigen) sowie durchscheinenden Materialien umsetzen. Der 3rd-Person-Shooter nutzt somit die bisher meisten Techniken als Ersatz unter anderem für Screen-Space-Varianten, was die Darstellung vermutlich sehr rechenintensiv macht. Warum die Systemanforderungen mittlerweile niedriger ausfallen, bleibt offen: Denkbar ist, dass sie zuvor für 60 fps und nun für 30 fps galten, oder aber bestimmte Effekte werden in reduzierter Abstufung gerendert.

 (ms)


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