Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/nintendo-switch-wenn-die-analogsticks-wandern-1907-142649.html    Veröffentlicht: 18.07.2019 15:45    Kurz-URL: https://glm.io/142649

Nintendo Switch

Wenn die Analogsticks wandern

Von Problemen mit dem Eingabegerät der Nintendo Switch ist immer wieder mal zu hören, nun häufen sich die Berichte in einem Forum. Bastler können das "Wandern" des Analogsticks mit geringem finanziellem Einsatz selbst beheben.

Obwohl der Nutzer den Analogstick der Nintendo Switch nicht berührt, wandert der Held durch die Landschaft: Über dieses Problem, das vermutlich mit Abnutzungserscheinungen an den Joy-Cons der Konsole zusammenhängt, häufen sich derzeit die Berichte. Für besonders viel Aufmerksamkeit hat ein Beitrag auf Reddit gesorgt, der in den vergangenen Tagen fast 30.000-mal unterstützt wurde.

Darin beschreibt ein Spieler, dass er nur vier Monate nach dem Kauf der Konsole den sogenannten "Drift" erlebt habe - und das, obwohl er Titel wie Smash Ultimate, Splatoon und Hollow Knight nicht verwendet hat. Die drei Games sind berühmt-berüchtigt dafür, die Joy-Con besonders intensiv und einseitig zu strapazieren. Allerdings sollten Eingabegeräte diese Belastungen aushalten können. Bei den Gamepads anderer Konsolen gibt es keine vergleichbaren Berichte über Abnutzung.

Der Spieler möchte, dass Nintendo sich der Sache annimmt und die Analogsticks etwa durch das Verwenden hochwertigerer Bauteile verbessert. Das Unternehmen tauscht defekte Joy-Cons zwar aus. Das ist für die Nutzer aber mit einem gewissen Aufwand verbunden, außerdem kann man dann schlicht längere Zeit seine Switch nicht verwenden. Die Firma hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Thema geäußert.

Neben einem Umtausch oder einem Neukauf auf eigene Kosten gibt es auch die Möglichkeit, die Joy-Cons selbst zu reparieren. Die benötigten Bauteile sind für rund 10 Euro im Zubehörhandel erhältlich. Der Einbau sollte auch für Einsteiger machbar sein, sofern sie Vorsicht walten lassen: Schrauben und Kabel in den Controllern sind auf engem Raum verbaut und relativ empfindlich.

Die wandernden Analogsticks sind nicht das erste Probleme bei den Eingabegeräten: Schon kurz nach dem Verkaufsstart der Switch gab es Schwierigkeiten mit instabilen Funkverbindungen zwischen linkem Joy-Con und dem Dock. Auch damals war es möglich, das Problem auf eigene Faust zu beheben. Trotzdem wäre es im Interesse aller Beteiligten schön, wenn Nintendo bei der Switch Lite oder der neuen Version der klassischen Switch bessere Bauteile verwendet.

 (ps)


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