Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/argo-ai-vw-investiert-2-6-milliarden-dollar-in-autonomes-fahren-1907-142537.html    Veröffentlicht: 13.07.2019 11:20    Kurz-URL: https://glm.io/142537

Argo AI

VW investiert 2,6 Milliarden Dollar in autonomes Fahren

Neben Ford investiert nun VW in das Startup Argo AI, das bereits einige selbstfahrende Autos testet. 2,6 Milliarden US-Dollar Kapital und Personal werden in das Unternehmen integriert. Die Zentrale in München wird um 40 Prozent erweitert.

Der Volkswagen-Konzern investiert 2,6 Milliarden US-Dollar in das Startup Argo AI, welches autonom fahrende Fahrzeuge erforscht. 500 Millionen US-Dollar sollen an den US-Autobauer Ford gehen, der in diesem Bereich ein VW-Partner ist. Ford hatte zur Gründung des Startups eine Milliarde US-Dollar investiert. VW werde zu diesem Zweck innerhalb von drei Jahren Aktienanteile von Argo kaufen, berichtet der IT-Blog Techcrunch. VW wird Argo das Unternehmen Autonomous Intelligent Driving (AID) übergeben, das mit etwa 1,6 Milliarden US-Dollar bewertet wird.

Mit dem Deal wird das noch junge Startup Argo zu einem globalen Unternehmen ausgebaut. Für VW soll das Team in München arbeiten, wo bisher AID sitzt. Das Personal wird um 40 Prozent auf 700 Mitarbeiter aufgestockt. "Das ist eine Win-win-Situation", sagt VW-Chef Dr. Herbert Diess auf der Pressekonferenz. Eine solche Kollaboration bringe die klügsten Leute im Bereich des autonomen Fahrens zusammen.

Mit dem abgeschlossenen Deal wird Argo auf 7 Milliarden US-Dollar bewertet. Ford und VW sollen gleichberechtigte Partner bei dem Geschäft sein, obwohl VW das eigene AID-Team hinzugefügt hat.

Argo AI mit Sitz in Pittsburgh hat bisher Produkte wie das Virtual Driver System und hochauflösende Karten, die Computer-Vision-Software nutzen kann, für den US-Konzern Ford entwickelt. Mit dem Deal kann auch Volkswagen diese Techniken einsetzen und in eigene Fahrzeuge einbauen. "Wir sind auf einer Mission, die Fortbewegung auf der Welt zu verbessern, indem wir Transporte sicherer, preiswerter und zugänglicher machen", schreibt das Startup auf der eigenen Webseite. Das Unternehmen testet bereits eigene selbstfahrende Fahrzeuge in der dritten Generation.  (on)


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