Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/office-365-microsoft-zieht-einschraenkungen-fuer-partner-zurueck-1907-142536.html    Veröffentlicht: 13.07.2019 11:00    Kurz-URL: https://glm.io/142536

Office 365

Microsoft zieht Einschränkungen für Partner zurück

Eigentlich sollten ab 2020 auch enge Partner von Microsoft Geld für die interne Nutzung von Office 365 und andere Lizenzen bezahlen. Nach heftiger Kritik zieht das Unternehmen die Entscheidung zurück - und verzichtet auf 200 Millionen US-Dollar jährlich.

Nach viel Kritik an den geplanten Lizenzänderungen für Microsoft-Partner nimmt der Konzern seine Entscheidung zurück. Das berichtet das Unternehmen in einem Blog-Post an seine Channel-Partner. "Wir haben uns entschieden, alle Änderungen zurückzunehmen. Das bedeutet, dass Sie keine Veränderungen im kommenden Fiskaljahr spüren werden", schreibt Microsoft. "Ihr Vertrauen bedeutet uns etwas", ergänzt Gavriella Schuster, Chefin des Partnerprogramms.

Ursprünglich war geplant, Partnern das Recht zu entziehen, Microsoft-Produkte intern ohne Lizenzkosten nutzen zu dürfen. Dazu zählen Windows-Betriebssysteme und Office 365. Das berichteten Publikationen wie ZDnet und die deutsche IT-Publikation Heise.de. Die Veränderung hätte Gold- und Silberpartner getroffen und sollte am ersten Juli 2020 in Kraft treten. Das hatte viel Kritik hervorgerufen.

Lizenzen kosten 200 Millionen US-Dollar jährlich

Microsoft hatte daraufhin in einem Webcast versucht, die Beweggründe zu erklären. Größtenteils sollten laut Unternehmensaussagen dadurch Kosten gespart werden. Eine interne Quelle von ZDnet berichtet, dass Microsoft derzeit jährlich auf etwa 200 Millionen US-Dollar an Lizenzkosten für seine Partner verzichte - Tendenz steigend. Eine Vielzahl dieser Kosten stamme etwa aus den Ressourcen für Cloud-Infrastruktur, aber auch aus Mietlizenzen für Office 365.

Neben den Lizenzwiderrufungen sollte es auch einige Änderungen beim On-Premise-Support von Microsoft-Partnern geben. Das Unternehmen bestätigt, dass auch diese Änderungen rückgängig gemacht werden sollen. Damit können sämtliche Ankündigungen diesbezüglich erst einmal ignoriert werden. Microsoft sind somit offenbar Profite durch Partner doch wichtiger als bares Geld.  (on)


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