Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/cyril-ramaphosa-suedafrikas-praesident-sieht-5g-nur-mit-huawei-1907-142446.html    Veröffentlicht: 09.07.2019 20:01    Kurz-URL: https://glm.io/142446

Cyril Ramaphosa

Südafrikas Präsident sieht 5G nur mit Huawei

Südafrikas Mobilfunkbetreiber wehren sich gegen die Einmischung durch die USA bei 5G. Huawei werde zum Opfer im Patt zwischen den USA und China, sagte Präsident Cyril Ramaphosa als Hologramm.

5G ist laut den südafrikanischen Mobilfunkbetreibern nur mit Huawei möglich. Das sagte Präsident Cyril Ramaphosa auf dem 4th Industrial Revolution South Africa Partnership (4IRSA) in Johannesburg. "Telekommunikationsunternehmen haben mir gemeinsam geschrieben, dass diese Auseinandersetzung zwischen den USA und China um das Unternehmen Huawei ihnen schade, weil sie nicht zu 5G wechseln können, und nur Huawei könne sie zu 5G führen", erklärte Ramaphosa.

Nach Angaben der Regierung war es die erste holografische Liveprojektion einer Ansprache des Präsidenten. Die Rede wurde in das Rustenburg Civic Center im Nordwesten übertragen.

"Diese Pattsituation zwischen China und den USA, der das Technologieunternehmen Huawei aufgrund seiner Erfolge zum Opfer fällt, ist ein Beispiel für Protektionismus, der sich auf unseren eigenen Telekommunikationssektor auswirken wird, insbesondere auf die Bemühungen, das 5G-Netz auszubauen."

"Wir unterstützen ein Unternehmen, das unser Land und die Welt zu besseren Technologien führen wird, und das ist 5G", sagte Ramaphosa. "Wir können es uns nicht leisten, dass unsere Wirtschaft wegen dieses Kampfes abgehängt wird. Wir freuen uns, dass China und die USA sich auf dem G20-Gipfel treffen konnten, und sie sagten, dass sie einige der Einschränkungen, die Huawei auferlegt werden, lockern werden, damit es mit anderen Unternehmen weitergehen kann."

US-Präsident Donald Trump will bestimmte Lieferungen von US-Unternehmen an Huawei wieder zulassen, wie er nach dem G20-Treffen in Japan bekanntgab. Die USA versuchen, andere Staaten davon zu überzeugen, keine Ausrüstung von Huawei zu nutzen. Sie verweisen auf Sicherheitsbedenken, können aber keine Beweise dafür vorlegen.

Natürlich kommen auch in Südafrika andere Netzausrüster zum Einsatz. Am nächsten Tag nach der Rede wurde in Durban eine Live-5G-Datenverbindung auf einem 5G-Mobiltelefon mit Nokia-Netzwerkausrüstung demonstriert.

 (asa)


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