Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/smartphones-samsungs-quartalsumsatz-duerfte-unter-huawei-boykott-leiden-1907-142339.html    Veröffentlicht: 04.07.2019 13:20    Kurz-URL: https://glm.io/142339

Smartphones

Samsungs Quartalsumsatz dürfte unter Huawei-Boykott leiden

Der Handel mit Huawei wird immer noch seitens der US-Regierung blockiert, was indirekt offenbar auch Samsung zu spüren bekommen wird: Der Ende der Woche erwartete Quartalsumsatz wird wohl wegen verringerter Speicherchipverkäufe deutlich geringer ausfallen.

Am 5. Juli 2019 wird Samsung seine aktuellen Quartalszahlen vorstellen. Reuters erwartet dabei eine Reduzierung um die Hälfte gegenüber dem Vorjahreszeitraum, da der südkoreanische Hersteller weniger Speicherchips auf dem Weltmarkt absetzen kann. Einer der Hauptgründe dafür ist der US-Boykott des chinesischen Herstellers Huawei.

Huaweis Smartphone-Produktion soll um bis zu 40 Prozent zurückgegangen sein, was auch bedeutet, dass der Hersteller weniger Arbeits- und Flash-Speicher bei Samsung kauft. Entsprechend erwartet Reuters das niedrigste Quartalsergebnis in den vergangenen drei Jahren.

Huawei ist aktuell nach Samsung der weltgrößte Hersteller von Smartphones. Analyst Jay Kim vom Investmentunternehmen Sangsangin Investment & Securities sagt: "Wenn es nicht viele andere Marktteilnehmer gibt, die anstelle von Huawei Chips kaufen, muss Samsung die Preise reduzieren, um sie zu verkaufen."

Samsungs Smartphone-Sparte profitiert

Die Smartphone-Sparte Samsungs hingegen dürfte von der Schwächung Huaweis profitieren, auch wenn der chinesische Hersteller auf seinem Heimatmarkt weiterhin eine starke Position behält. Laut Reuters erwirtschaftet Samsung zudem mit dem Verkauf von Speicherchips über zwei Drittel seines Profits. Aufgrund des anhaltenden Boykotts und eines generellen Abschwungs im Smartphone-Markt könnte es Analysten zufolge für Samsung schwer sein, die Chips loszuwerden.

Reuters erwartet, dass Samsung am Freitag einen 60-prozentigen Rückgang an Einnahmen im zweiten Quartal 2019 bekanntgibt. Anstelle von 14,9 Trillionen Won (rund 11,3 Milliarden Euro) im Vorjahreszeitraum werden nur noch 6 Trillionen Won (rund 4,55 Milliarden Euro) erwartet.  (tk)


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