Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/byd-und-alexander-dennis-london-bekommt-erste-elektro-doppeldecker-1907-142313.html    Veröffentlicht: 04.07.2019 09:22    Kurz-URL: https://glm.io/142313

BYD und Alexander Dennis

London bekommt erste Elektro-Doppeldecker

Alexander Dennis und BYD haben einem Medienbericht zufolge zusammen den ersten Elektro-Doppeldecker nach London geliefert. Der hat eine Reichweite von 250 Kilometern und ist aber ein - zumindest für deutsche Verhältnisse - kurzer Doppeldecker.

Der chinesische Bushersteller BYD und der Bushersteller Alexander Dennis des Vereinigten Königreichs haben gemeinsam ihren ersten Seriendoppeldecker ausgeliefert, der rein elektrisch betrieben wird. Zuerst hat Electrive über die Auslieferung berichtet. Auf eine Anfrage von Golem.de reagierten weder BYD noch Alexander Dennis.

Dem Bericht zufolge sind bereits fünf Busse für den Einsatz auf der Londoner Linie 43 geplant. Insgesamt werden BYD und Alexander Dennis 37 Doppeldecker vom Typ Enviro 400 EV ausliefern. Die Busse sind recht leistungsfähig. Mit ihrem Eisenphosphat-Akku schaffen die Fahrzeuge laut Electrive eine Reichweite von 250 km. Zum Vergleich: Berlins neue Elektro-12-Meter-Eindecker schaffen mindestens 150 km und nur unter Idealbedingungen 250 km. Der Akku des Enviro hat eine Kapazität von 342 kWh. In den Berliner eCitaros finden sich nur 243 kWh.

Die Werte dürften aber nur schwierig vergleichbar sein. So ist der Londoner Doppeldecker vergleichsweise kurz und nur 10,9 m lang. Das ist in London aber typisch. Die Fahrzeuge sind dafür recht wendig. Die Dieselvarianten der beiden Bustypen sind vom Gewicht her sehr nahe beieinander. Man kann also davon ausgehen, dass der Enviro etwas schwerer ist, da der Akku eine sehr viel höhere Kapazität bietet. Leider halten sich Alexander Dennis und BYD mit technischen Daten auf ihren Webseiten zurück.

Die Linie 43, auf der die neuen Doppeldecker eingesetzt werden, wird von Metroline für Transport for London betrieben. Metroline hat das Ziel, die Linie 43 komplett elektrisch zu fahren.

London versucht seit Jahren ambitioniert, Elektromobilität in den Stadtverkehr zu bringen. Die Stadt hatte sogar den ersten elektrischen Doppeldecker getestet, der von BYD kam. Das Fahrzeug wurde 2016 getestet. Zudem sind in London seit langem Hybridfahrzeuge im ÖPNV im Einsatz.

Wer London besucht, hat eine gute Chance, den neuen Bus einmal auszuprobieren. Die Linie 43 führt nördlich von London vom Halliwick Park über Highbury & Islington Station und die Tube- und Light-Rail-Station Bank zur Station London Bridge. Wann die Busse genau in den Einsatz kommen werden, ist allerdings noch nicht bekannt.  (ase)


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