Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/mintbox-3-luefterlose-linux-workstation-mit-core-i9-und-nvidia-gpu-1907-142311.html    Veröffentlicht: 03.07.2019 14:49    Kurz-URL: https://glm.io/142311

Mintbox 3

Lüfterlose Linux-Workstation mit Core i9 und Nvidia-GPU

Die Mintbox 3 ist eine kleine Workstation, die auf dem Airtop 3 basiert. Der Hersteller Compulab schafft es, auch in der dritten Version ein komplett lüfterloses System für relativ leistungsstarke Hardware zu bauen. Als Betriebssystem ist Linux Mint vorinstalliert.

Die Entwickler der Linux-Distribution Linux Mint haben die dritte Generation ihrer Mintbox mit Linux-Betriebssystem vorgestellt. Die Mintbox 3 basiert auf dem Airtop 3 des Herstellers Compulab. Wie das Vorbild ist der Linux-PC komplett passiv gekühlt. Trotzdem schafft er es, einen Core i9-9900K und eine Geforce GTX 1660 Ti zu betreiben. Diese Komponenten sind in der teureren Version für 2.700 US-Dollar enthalten. Dazu kommen 32 GByte DDR4 RAM und eine 1-TByte-NVMe-SSD von Samsung (970 Evo).

Die Grundvariante ersetzt den achtkernigen Core-i9-Prozessor durch einen Core-i5-9600 mit sechs Kernen ohne Hyper Threading und lässt die Grafikkarte weg. Der RAM wird auf 16 GByte halbiert und die SSD ist 256 GByte groß. Allerdings kostet diese Konfiguration 1.550 US-Dollar. Die Entwickler geben an, dass die Spezifikationen noch nicht final sind.

Viele Anschlüsse und Bildschirme

Der Airtop 3 als Plattform der Mintbox 3 ist im Gegensatz zu den Vorgängern also eher eine teurere, aber auch wesentlich leistungsfähigere Maschine. Das Gehäuse ist passiv gekühlt und für den Einsatz in Fabrikanlagen oder anderen mit Schmutzpartikeln belasteten Umgebungen ausgelegt. Das dürfte auch für die Mintbox zutreffen. Unklar ist hingegen, ob die Entwickler die Anschlüsse des Vorbildes übernehmen. Diese setzen sich aus acht USB-3.2-Gen-1-Ports, drei seriellen Com-Anschlüssen, zwei Gigabit-Ethernet-Buchsen und einem USB-Typ-C-Anschluss zusammen. Es sollen sich auch mindestens drei Bildschirme per HDMI 1.4 und Displayport 1.2 anschließen lassen. Mit dedizierter GPU dürften mehr Displays Platz finden.

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Der Youtube-Kanal Linus Tech Tips konnte den Airtop 3 ausprobieren und misst im Betrieb unter Last - und mit einer leistungsfähigeren Quadro-RTX4000-GPU - etwa 80 Grad Celsius am Chip. Dabei ist das System bis auf leichte Spulengeräusche wohl komplett geräuschlos. Auch die Mintbox 3 dürfte sich daher gut als Linux-Workstation oder Spiele-PC eignen.

 (on)


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