Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/andy-rubin-android-erfinder-wegen-illegaler-prostitution-beschuldigt-1907-142295.html    Veröffentlicht: 03.07.2019 11:07    Kurz-URL: https://glm.io/142295

Andy Rubin

Android-Erfinder wegen illegaler Prostitution beschuldigt

2014 stand Android-Erfinder Andy Rubin unter Druck, Mitarbeiter sexuell belästigt zu haben. Mit einer Abfindung von angeblich 90 Millionen US-Dollar wurde er feiernd entlassen. Er steht nun erneut unter Verdacht, einen Sexring zu betreiben. Die Ehefrau will derweil einen Teil seines Vermögens haben.

Der Android-Begründer und ehemalige Google-Manager Andy Rubin steht unter weiterem Druck. Nach seiner Trennung von Google im Jahr 2014 hat er laut einem laufenden Gerichtsverfahren nicht nur 90 Millionen US-Dollar als Abfindung erhalten, er soll auch eine Art illegalen Prosititutionsring betrieben haben. Derweil will seine Ehefrau den Ehevertrag annullieren und einen Teil seines Vermögens erhalten.

Das Newsmagazin Buzzfeed hat ein gerichtliches Dokument entdeckt, in dem Rie Rubin gegen ihren Ehemann klagt. Sie verlangt einen Anteil des Vermögens von geschätzten 350 Millionen US-Dollar, das im Laufe der neunjährigen Ehe von 10,3 Millionen angestiegen ist. "Nicht einmal jetzt versteht Rubins Ehefrau seine Finanzen", beschreibt das Dokument. Er verstecke absichtlich die Herkunft seines Einkommens.

90 Millionen US-Dollar für sexuelle Belästigung

Der Android-Erfinder steht in einem separaten Verfahren wegen der Zahlungen an andere Frauen unter dem Verdacht, einen illegalen Prostitutionsring zu betreiben, bei dem er Frauen für seine Gelüste und die anderer Männer bezahlt habe. Rubins Anwälte üben Kritik an der Veröffentlichung dieser Dokumente. Sie seien eine Verletzung der Privatsphäre ihres Klienten.

Schon im Jahr 2014 sei Rubin in unangebrachte Affären mit Mitarbeitern verwickelt gewesen. Aus diesem Grund hat er wohl auch seinen ehemaligen Arbeitgeber verlassen. Es wurde nie von Google offiziell bestätigt, dass er 90 Millionen US-Dollar Abfindung erhalten hat. Allerdings demonstrierten viele Google-Mitarbeiter gegen die Entscheidung, einem Mitarbeiter eine solch hohe Summe zu zahlen, obwohl er Frauen sexuell belästigt haben soll. "In den vergangenen zwei Jahren wurden 48 Leute wegen sexueller Belästigung entlassen - einschließlich 13 Senior-Managern. Niemand von ihnen hat eine Abfindung erhalten", heißt es in dem Dokument.  (on)


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