Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/steam-fuer-linux-valve-empfiehlt-ubuntu-nicht-mehr-und-prueft-alternativen-1906-142219.html    Veröffentlicht: 28.06.2019 14:10    Kurz-URL: https://glm.io/142219

Steam für Linux

Valve empfiehlt Ubuntu nicht mehr und prüft Alternativen

Obwohl Canonical das Auslaufen des 32-Bit-Supports für Ubuntu zurückgezogen hat, wird Valve das OS nicht mehr als Referenz für Steam empfehlen. Stattdessen wird auf andere Linux-Distributionen geschaut. Auch 32-Bit-Container sind im Gespräch.

Nachdem die Ubuntu-Entwickler von Canonical ihre Pläne bezüglich des Beendens des 32-Bit-Supports zurückgezogen haben, geht auch Valve wieder einen Schritt zurück: Die Spieleplattform Steam soll weiterhin mit Ubuntu kompatibel sein. Ursprünglich war geplant, den Support für das Linux-Betriebssystem auslaufen zu lassen. Allerdings soll Ubuntu nicht mehr die deklarierte Spieleplattform für Valve bleiben und wird auch nicht mehr als solche empfohlen. Stattdessen wollen die Entwickler andere Distributionen als Ausweichalternative unterstützen - genannt werden Arch Linux, Manjaro, Pop!_OS und Fedora.

"Wir werden künftig enger mit vielen weiteren Distributionsentwicklern zusammenarbeiten", schreibt Valve in einem Forenbeitrag. Dabei geht das Unternehmen auch auf Techniken ein, die 32-Bit-Kompatibilität weiterhin auch außerhalb des Betriebssystems gewährleisten. Das könnten für das Unternehmen etwa Umgebungen in Containern sein. Allerdings sei das noch experimentell.

Steam benötigt 32 Bit

Valve stellt noch einmal klar, dass ein 32-Bit-Support für Steam unabdingbar sei. Nicht nur laufen viele Spiele noch auf dieser älteren Architektur, auch Grafiktreiber von Nvidia für Linux und Tools wie glibc, Elf Loader und Mesa basieren darauf. Zumindest bis zum Release 20.04 LTS will Canonical 32-Bit-Applikationen weiterhin unterstützen. Nach dieser Zeit muss Valve eine Lösung für die Abhängigkeit von Steam finden, das wie gesagt stark auf 32-Bit-Software setzt.

Valve respektiere die Entscheidung, dass Canonical in einer etwas ferneren Zukunft den 32-Bit-Support verwerfe, erklärte das Unternehmen. Allerdings sei das für Steam und für Gaming-orientierte Kunden, die auf diesen Support setzten, keine gute Neuigkeit. Eine offizielle Ankündigung, welche Betriebssysteme Steam genau unterstützen soll, will das Unternehmen allerdings auch noch nicht konkret bekannt geben.

 (on)


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