Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/biometrie-dell-bietet-handvenenscanner-fuer-desktops-und-server-an-1906-142194.html    Veröffentlicht: 27.06.2019 14:58    Kurz-URL: https://glm.io/142194

Biometrie

Dell bietet Handvenenscanner für Desktops und Serverräume an

Handvenenscanner sind eine recht sichere Anmeldemethode, die obendrein hygienisch ist, wenn auch seit Neuem nicht mehr unknackbar. Neben Fujitsu verwendet jetzt auch Dell diese Technik - vorerst in Desktopsystemen, Rugged-Geräten und Serverräumen.

Die OEM-Abteilung von Dell stellt Kunden des Technikkonzerns neuerdings Handvenenscanner bereit. Die biometrische Anmeldemethode soll in vorgefertigten Desktop-PCs und Rugged-Notebooks wie dem Latitude 14 Rugged installiert werden. Außerdem stattet der Hersteller auf Wunsch Sicherheitstüren zu Rechenzentren und Serverräumen mit der Technik aus. Damit ist Dell neben Fujitsu einer der wenigen Hersteller, die ihre Geräte mit solch einem Scanner anbieten.

"Die Handvenenerkennung ist deutlich sicherer und zuverlässiger als andere biometrische Authentifizierungsverfahren wie Fingerabdrücke, Irismuster oder Stimmerkennung", schreibt Dell in seiner Pressemitteilung. Tatsächlich ist es vergleichsweise recht aufwendig, so ein System zu überlisten. Handvenenscanner durchleuchten die Handfläche der Nutzer mit Infrarotlicht und erstellen ein Profil der darin befindlichen erkennbaren Venen, die für jeden Menschen einzigartig angeordnet sind und sich daher als biometrisches Muster eignen. In einigen Fällen erkennt das System auch das Pulsieren von Blut durch die Hand.

Sicher, aber nicht unknackbar

Dennoch: Auf dem Kongress 35C3 konnten zwei Hacker die Technik mit einem Handimitat aus Wachs und einem Ausdruck aus dem Laserdrucker überlisten. Dazu bauten sie einen Scanner in einen Trockner ein, in den Nutzer ihre Hände hineinhalten. Noch einige Zeit zuvor hatte Fujitsu damit geworben, wie sicher die Technik vor solchen Angriffen sei.

Dell hat erst einmal nicht geplant, die Technik auch in den eigenen Notebooks zu verwenden. "Derzeit ist es eine reine OEM-Lösung", sagte das Unternehmen auf Anfrage von Golem.de. In einem XPS 13 oder einem anderen mobilen Gerät wäre dies aber sinnvoll. Im Test des Fujitsu Lifebook U937 etwa ist der Handvenenscanner ein Kaufgrund. Möglicherweise wird es in Zukunft auch Dell-Geräte mit dieser Technik außerhalb des B2B-Marktes geben.  (on)


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