Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/handelsstreit-microsoft-und-intel-werden-huawei-geraete-weiter-unterstuetzen-1906-142127.html    Veröffentlicht: 25.06.2019 11:51    Kurz-URL: https://glm.io/142127

Handelsstreit

Microsoft und Intel werden Huawei-Geräte weiter unterstützen

Zumindest Besitzer von Huawei-Notebooks können weiterhin auf Sicherheitspatches und Updates hoffen. Das bestätigen sowohl Microsoft als auch Intel. Es bleibt aber ungewiss, wie es mit künftigen Geräten des chinesischen Herstellers aussieht.

Sowohl Microsoft als auch Intel werden wohl Huawei-Notebooks trotz der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China weiterhin unterstützen. "Unsere eingehende Einschätzung der Entscheidung des US Department of Commerce gegen Huawei gibt an, dass wir weiterhin Microsoft-Software-Updates an Kunden mit Huawei-Geräten ausliefern können", sagt Microsoft in einer Stellungnahme dem IT-Magazin PC World. Auch Intel habe der Publikation bestätigt, dass weiterhin Sicherheitsupdates und Treiber für die Geräte kommen sollen.

Anfang Juni 2019 kam der Verdacht auf, dass dies eine ganz andere Richtung einschlage: Microsoft hat das Huawei Matebook X Pro aus seinem Store genommen. Diese Entscheidung hat das Unternehmen nicht rückgängig gemacht. Das Problem ist, dass das von US-Präsident Trump auferlegte Handelsembargo gegen den chinesischen Hersteller den Vertrieb für US-Konzerne schwierig macht.

Support ja, Hardware wahrscheinlich nein

Huawei selbst hat Probleme, die erst wenige Jahre alte Notebooksparte überhaupt weiterbetreiben zu können - viele Hardwarehersteller wie Intel, AMD, Western Digital, Qualcomm und Softwareentwickler wie Microsoft sind als US-Unternehmen an das Recht der USA gebunden. Dementsprechend ist es für sie schwieriger, Komponenten an Huawei zu verkaufen.

Für Besitzer eines Huawei-Notebooks bedeutet das: Es wird eventuell keine neuen Geräte mehr geben, allerdings werden existierende Produkte weiterhin unterstützt - darunter Patches für immer wieder aufkommende Sicherheitslücken. Auch bereits hergestellte Notebooks in Lagern werden dadurch nicht obsolet. Allerdings zeigt Microsofts Entscheidung, die Geräte aus dem Sortiment zu nehmen, auch ein Problem für den chinesischen Hersteller auf: Es fehlen in den USA Verkaufsplattformen. In Deutschland und anderen EU-Ländern wird das Matebook beispielsweise aber weiterhin verkauft.  (on)


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