Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/e-scooter-erste-e-tretroller-in-berlin-zu-mieten-1906-141995.html    Veröffentlicht: 19.06.2019 09:12    Kurz-URL: https://glm.io/141995

E-Scooter

Erste elektrische Tretroller in Berlin zu mieten

Wenige Tage nach der offiziellen Zulassung geht es los: Der Sharingdienst Lime und das Startup Circ verleihen in Berlin die ersten elektrischen Tretroller, viele weitere werden in nächster Zeit folgen.

Der Sharingdienst Lime bietet die ersten elektrischen Tretroller in Berlin zum Verleih an. Sie werden wie die Fahrräder über eine App gesucht und gebucht. Die Nutzung kostet 1 Euro pro Vermietvorgang und 15 Cent pro Minute. Die Roller werden zunächst zentrumsnah aufgestellt und sind in der Lime-App beispielsweise in Kreuzberg, in Prenzlauer Berg und in Mitte zu sehen.

Auch vom Berliner Startup Circ, das früher Flash hieß, sind erste schwarz-orangefarbene Roller zu sehen, die Preise sind dieselben wie bei Lime. In den nächsten Tagen und Wochen werden zahlreiche weitere Anbieter folgen.

Die Lime-Tretroller unterscheiden sich von denen in anderen Ländern nur durch das aufgeklebte Versicherungskennzeichen, das hierzulande Pflicht ist. Ohne Haftpflichtversicherung dürfen die kleinen Roller nicht betrieben werden. Die Nutzung ist ab 14 Jahren führerschein- und helmlos gestattet. Die Fahrzeuge sind maximal 20 km/h schnell und werden durch einmaliges Antreten wie bei einem normalen Tretroller gestartet, danach steht der Fahrer auf dem Fahrzeug. Sofern es einen Radweg oder Fahrradstreifen gibt, müssen E-Roller-Fahrer diesen benutzen. Ansonsten fahren sie wie Radfahrer auf der Straße.

Die Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge, die den Einsatz der sogenannten E-Scooter regelt, ist am 15. Juni 2019 in Kraft getreten.

In einigen US-Großstädten sind die Roller in so großen Stückzahlen auf den Markt gekommen, dass sie Probleme verursachen: Auf Bürgersteigen werden sie achtlos abgestellt, fallen aufgrund ihrer Konstruktion leicht um und versperren die Wege. In Paris wurde der Betrieb auf Bürgersteigen untersagt und die Höchstgeschwindigkeit nach Beschwerden auf 8 km/h begrenzt.



Leseraufruf

Immer wieder versprechen Wissenschaftler und Hersteller bahnbrechende Neuerungen bei Akkus, Brennstoffzellen und anderen Energiespeichern. Akkus laden angeblich schneller, sie haben mehr Kapazität bei gleichem Gewicht, sie sind nicht feuergefährlich. Manches davon ist Humbug, andere Innovationen funktionieren im Labor, brauchen aber Jahre, bis sie serienreif sind.

An den Reaktionen sehen wir immer wieder, dass dieses Thema unsere Leser bewegt. Wir planen daher einen Artikel, der so viele offene Fragen beantwortet wie möglich. Schreibt uns dafür eure Fragen und Wünsche an redaktion@golem.de.  (ad)


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